Pop Rock Jazz Factory in Ingelheim startet im Mai

Die Musikschule im Weiterbildungszentrum (WBZ) ist um eine Abteilung reicher. Wir haben mit Christel Bieger, Leiterin der Musikschule, und Kerstin Haberecht,...

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INGELHEIM. Die Musikschule im Weiterbildungszentrum (WBZ) ist um eine Abteilung reicher. Wir haben mit Christel Bieger, Leiterin der Musikschule, und Kerstin Haberecht, Fachbereichsleiterin dieser neuen Abteilung, über die Pop Rock Jazz Factory gesprochen.

Ab wann gibt es die neue Abteilung?

Christel Bieger: Die Pop Rock Jazz Factory startet am 1. Mai, pünktlich mit dem Umzug in das neue Gebäude am Neuen Markt, denn dort haben wir die passenden, optimal ausgestatteten Räume für das neue Angebot. Das war im jetzigen Gebäude nicht möglich, da unsere Räume bis zur letzten Minute belegt sind.

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Haben sich schon Schüler angemeldet oder läuft das Angebot gerade ganz frisch an?

Christel Bieger: Das Angebot ist nicht neu, aber das Konzept. Wir bieten ja schon seit vielen Jahren Unterricht an den typischen Rock- und Pop-Instrumenten, Gesang und auch Bands an. Einige unserer jetzigen Schüler finden das neue Konzept sehr spannend und haben sich bereits dafür angemeldet. Wir freuen uns aber natürlich auch auf viele Interessenten an unserem Tag der offenen Tür am Sonntag, 19. März, ab 15 Uhr im „alten“ WBZ in der Wilhelm-Leuschner-Straße.

Warum gibt es eine neue Abteilung in der Musikschule?

Christel Bieger: Die Musikschule ist in den letzten Jahren unglaublich gewachsen, inzwischen sind wir die zweitgrößte Musikschule in Rheinland-Pfalz. Den Umzug in die neuen Räume haben wir deshalb auch als Chance gesehen, neue Strukturen zu schaffen. Mit der Rock Pop Jazz Factory wollen wir das bisherige Angebot intensivieren, denn die Teilnehmer werden von Beginn an neben ihrem Instrumentalunterricht 14-tägig in der Band spielen. Zusätzlich bieten wir Workshops zu bestimmten Themen an. Natürlich kann man aber auch weiterhin nur am Instrumentalunterricht teilnehmen. Wir sind sehr glücklich, dass wir mit der hervorragenden Jazzmusikerin Kerstin Haberecht auch eine hauptamtliche Leiterin der neuen Abteilung gewinnen konnten, die das Konzept stetig weiterentwickeln wird.

Ist die Richtung „Rock, Pop, Jazz“ gerade so angesagt?

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Christel Bieger: Angesagt war die sogenannte U-Musik ja schon immer, ob durch die Beatles, Abba oder die deutsche Welle. Sie ist meiner Meinung nach gerade in den letzten Jahren noch vielfältiger geworden und es freut mich besonders, dass es so viele gute deutsche Musiker gibt. Die Kinder und Jugendlichen kommen immer früher mit der Pop- und Rock-Musik in Berührung und wir freuen uns darauf, dass sie durch unseren Unterricht die Songs ihrer Idole selbst auf die Bühne bringen können.

Lernt man sein Instrument in der Band denn schneller oder macht es einfach mehr Spaß?

Kerstin Haberecht: Beides. Das Spielen in einer Gruppe und der Austausch mit anderen Musikern motivieren nicht nur ungemein, sondern schulen gleichzeitig viele Fähigkeiten zusätzlich zum Instrumentalunterricht. Außerdem lernt man schneller, wenn man mit Spaß dabei ist.

Sind das hauptsächlich junge Bands oder wäre auch eine Band mit „älteren“ Schülern oder Erwachsenen denkbar?

Kerstin Haberecht: Zur Anmeldung für unseren Bandunterricht gibt es keine Altersbeschränkung. Aktuell liegt sogar schon die Anmeldung einer bereits bestehenden Erwachsenen-Band vor, die unbedingt teilnehmen möchte. Wir achten bei der Zusammenstellung der neuen Bands darauf, dass die Teilnehmer möglichst gut zueinander passen um so viel Spaß wie möglich und ein gutes Vorankommen gewährleisten zu können.

Welche begleitenden Workshops sind denn schon geplant 2017?

Kerstin Haberecht: In 2017 sind derzeit Workshops zu den Bereichen Bühnenperformance, Gospel, Songwriting, Improvisation für Einsteiger und Trashdrumming geplant. Nähere Informationen gibt es am Tag der offenen Tür.

Das Interview führte Julia Krentosch.