Die „Takanaka Club Band“ rockt Ingelheim

Obwohl alle Bandmitglieder in der Musikwelt schon reichlich herumgekommen sind, spielen sie als Gruppe erst seit knapp einem Jahr zusammen. Foto: Thomas Schmidt

Die Band, die in diesem Jahr ihr einjähriges Bestehen feiert, zeigte bei „Donnerstags in der City“, wie man ein Publikum mitreißt.

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INGELHEIM. Dunkle Wolken zogen immer wieder mal über dem Sebastian-Münster-Platz herauf, und man wusste nicht so genau: Regnet es jetzt oder nicht? Die vier Bauhofmitarbeiter hatten schon seit 7 Uhr frühmorgens die Bühne für den Auftritt der „Takanaka Club Band“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Donnerstags in der City (DIDC)“ aufgebaut und Biertische und -bänke für das Publikum aufgestellt. Es war alles vorbereitet für zwei Stunden Soul, Funk, Pop und Dance. In diesem Jahr feiert die „Takanaka Club Band“, so wie sie jetzt besteht, ihr einjähriges Bestehen. Dass sie erst seit Kurzem zusammenspielt, hörte man der Band nicht an. Vielmehr standen hier sechs professionelle Musiker auf der Bühne. Das merkte man in jedem Moment ihres Auftritts.

Woher kommt der Name? Drummer Marcus Demuth weiß es: „Das ist polynesisch- neuseeländisch-japanischen Ursprungs. Ein Teil unserer Band ist in den letzten Jahren viel in diesem Teil der Welt getourt und hat ein besonderes Verhältnis dazu und gute Erinnerungen daran.“ Demuth lebte 20 Jahre in den USA, wo er als TV-, Studio- und Live-Drummer arbeitete. Internationale Erfahrung kann auch Bassist Reiner Backe vorweisen. Backe hat Jahrzehnte hinweg weltweit mit Bands wie „SAGA“ getourt. Gitarrist Jens Mackenthun studierte Jazzgitarre an der Musikhochschule Mainz und ist Dozent im Fachbereich Jazz/Rock/Pop an der Wiesbadener Musik- und Kunstschule. Mackenthun ist bundesweit als Session- und Bandmusiker aktiv. Der US-Amerikaner Tyrone Starks ist ein Multi-Talent, ist zugleich Sänger, Posaunist und Percussionist der „Takanaka Club Band“. Er verfügt über weltweite Tour-Erfahrung unter anderem mit Desmond Decker und der „U.S. Army Big Band“. Shantz, der Frontmann der Band, ist ein professioneller Sänger und Songwriter aus Südafrika, ein begnadeter Entertainer und seit 22 Jahren auf Bühnen weltweit zuhause. Er animierte das Publikum in Ingelheim immer wieder dazu, zum Rhythmus der Songs in die Hände zu klatschen und mit zu tanzen: „Are you ready, Ingelheim? Clap your hands“, rief er von der Bühne aus in das Publikum. Anfangs noch in Sakko, Hemd und Krawatte, entledigte er sich mit fortlaufender Dauer des Auftritts dieser Kleidungsstücke: eben geballte und personifizierte Soul- und Funk-Power. Sophie Becker sang als Solistin schon in Musicals sowie in Pop-, Soul- und Funk-Bands. Sie brillierte an diesem Abend auf dem Sebastian-Münster-Platz unter anderem mit Gloria Gaynors „I will survive“ und zusammen mit Shantz bei „Sweet Dreams“ von den „Eurythmics“. Überhaupt war das Repertoire der Band breit gestreut: Es reichte von „Dancing in the Street“ von Mick Jagger und David Bowie über Michael Jacksons „Billie Jean“ bis hin zu „Let’s get it started“ von den „Black Eyed Peas“. Einen „Knaller“ nannte IKuM-Aufsichtsratsvorsitzender Wolfgang Bärnwick zu Beginn der Veranstaltung die „Takanaka Club Band“. Und er hatte nicht zu viel versprochen. Je später der Abend wurde, umso voller wurde es auf dem Platz. Und abgesehen von einer paar Tropfen Nieselregen zwischendurch spielte auch das Wetter mit. Die Fans jedenfalls waren begeistert: „Es war ein Spitzenkonzert“, meinte ein Zuhörer nach dem zweistündigen Auftritt der „Takanaka Club Band“ mit zwei Zugaben.