Nebelfass im Rhein erfolgreich gesprengt

Weiträumig war der Bereich um den Einsatzort des Kampfmittelräumdienstes abgesperrt. Auch die B9 bei Bingerbrück war betroffen.  Foto: Thomas Schmidt

Im Binger Loch ist ein Nebelfass aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich gesprengt worden. Für eine Stunde war der Einsatzort weiträumig abgesperrt.

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BINGEN/RÜDESHEIM. High noon im Binger Loch. Ein Nebelfass aus dem Zweiten Weltkrieg muss gesprengt werden Am Donnerstagmittag war der Einsatzort des Kampfmittelräumdienstes auf Höhe von Rheinkilometer 530,77 weiträumig abgesperrt. Von Bingen aus war der Fundort nicht einsehbar, unmittelbar hinter der ersten Kurve im Binger Loch unterhalb der Ehrenfels. Für eine Stunde ging nichts mehr. Schiffe konnten nicht passieren, die Zugstrecken und Bundesstraßen auf beiden Rheinseiten waren gesperrt. Die vorsorglichen Sicherheitsmaßnahmen waren – wie immer in solchen Fällen – umfangreich; der Anlass selbst erwies sich glücklicherweise am Ende aber als unspektakulär.

In der Höhe dreht ein Polizeihubschrauber seine Runden. Am Boden bitten die Kollegen Schaulustige am Rhein-Nahe-Eck, sich vorsichtshalber zurückzuziehen. Für 12 Uhr ist die Sprengung angekündigt. Die Spannung wächst, als das Zwölf-Uhr-Läuten der Basilika einsetzt. Aber es dauert noch ein wenig. Inzwischen ist rund um die Einsatzstelle Stille eingekehrt. Kein Zug fährt, weit und breit ist kein Schiff zu sehen. Dann gibt es um 12.14 Uhr einen dumpfen Knall, der durch das Mittelrheintal hallt. Das war’s. Die offizielle Entwarnung wird um 12.26 Uhr herausgegeben. Der Inhalt des Fasses wurde noch genau anlaysiert, dass keine Gefahr durch schädliche Stoffe besteht.

Nebelfässer kamen im Krieg zum Einsatz, um die Sicht des Gegners zu behindern. An Land wäre eine Sprengung kniffliger. Im Wasser dagegen sind die Gefahren geringer, weil das Fass wie in Watte gepackt ist.