Der LC ergreift den Staffelstab

Laufen vor prächtiger Kulisse am Rhein: Der Firmenlauf ist innerhalb weniger Jahre zu einer beliebten Großveranstaltung geworden.Archivfoto: Christine Tscherner  Foto:

Der Freundeskreis Park am Mäuseturm hat das außerordentlich erfolgreiche Geschäftsmodell namens „Firmenlauf“ an den LC Bingen abgegeben. Das ist ein Deal unter Freunden....

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BINGEN. Der Freundeskreis Park am Mäuseturm hat das außerordentlich erfolgreiche Geschäftsmodell namens „Firmenlauf“ an den LC Bingen abgegeben. Das ist ein Deal unter Freunden. Denn bislang bereits war der LC beratend und bei der Organisation dabei, nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen des Vereins mit dem Stadtlauf. Und umgekehrt werden die Aktiven des Freundeskreises auch weiterhin den Firmenlauf nach Kräften unterstützen. So oder so ist also der Spaß weiterhin garantiert, das Einzige, was den Teilnehmern wichtig ist. Die Registrierung läuft bereits. Der Startschuss zum Firmenlauf wird in diesem Jahr am 14. Juni fallen.

Andreas Steeg vom Vorstand des Freundeskreises erläutert, weshalb sich im Hintergrund die Zuständigkeiten etwas verschoben haben. „Wir möchten uns in Zukunft auf die Förderung von Aktivitäten im Park konzentrieren.“ Ein Event wie der Firmenlauf sei mit einem erheblichen organisatorischen und personellen Einsatz verbunden. Dies sei auf Dauer vom Freundeskreis nicht mehr zu stemmen, gleichwohl der Firmenlauf einmal eine sehr lukrative Einnahmequelle für den Verein war. „Wir haben rund 600 Mitglieder und werden künftig unser förderndes Engagement überwiegend auch durch die Mitgliedsbeiträge finanzieren“, kündigt Steeg an.

Der LC wiederum war Freund in der ersten Stunde. Der unvergessene Werner Johe hatte die Idee zum Firmenlauf. Als Onkel von LC-Chef Wolfgang Chladek fragte er beim LC nach, was zu tun sei. „Ich hab damals eher abgeraten“, sagt Chladek, der natürlich als Insider sofort all die Hürden vor Augen hatte, die für ein solches Event genommen werden müssten. Johe, in seiner bekannten und geschätzten Art, ließ sich so schnell nicht entmutigen. Es gab den Firmenlauf, mit für die Veranstalter damals überwältigenden 300 Teilnehmern. Heute sind es um die 1300. Viel mehr wird auch nicht gehen. Höchstens noch 200 mehr. Der Engpass ist die Nahebrücke. „Es gäbe zwar die Option für eine alternative Route. Aber damit würden wir den Charakter des Binger Firmenlaufes verändern“, sagt Chladek. Und Heidrun Sachse-Chladek ergänzt: „Es ist eine der schönsten Ecken in Deutschland.“ Auch Andreas Steeg kommt ins Schwärmen. „Die Veranstaltung hat sich etabliert. Viele Teilnehmer des Firmenlaufes nutzen den Tag zu einem Picknick im Park.“ Und genau das knüpft dann wieder an die Intention des Freundeskreises an, nämlich die Schönheit des Parks bekannt zu machen und zu einem Besuch einzuladen. Steeg berichtet von vielen Läufern, die erst durch den Firmenlauf Bekanntschaft mit dem Park am Mäuseturm machten und nun mit ihren Familien praktisch Stammgäste sind.

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Das wird gewiss auch so in diesem Jahr wieder sein, zumal anlässlich von zehn Jahre Landesgartenschau das gesamte Areal der Rheinanlagen noch einmal etwas aufgehübscht worden ist.

Von Erich Michael Lang