Binger Werbegemeinschaft kritisiert FDP

Die jüngste Erklärung der FDP deutet die Werbegemeinschaft so, „dass Bingen keine Touristen benötigt“, sagt der Zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Dieter Kilian.

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BINGEN. Die jüngste Erklärung der FDP deutet die Werbegemeinschaft so, „dass Bingen keine Touristen benötigt“, sagt der Zweite Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Dieter Kilian. „Dies zeigt uns, wie weit sie von der Realität entfernt sind. Wir, die aktiven Einzelhändler, sind froh für jeden, der die Stadt besucht und in unsere Geschäfte einkehrt.“ Die FDP hatte Belastungen durch Hotelschiffe beklagt.

„Es mag sein, dass vorübergehend die Sicht durch große Schiffe etwas versperrt sein mag, aber das Rheinufer ist so schön und lang, da findet man immer eine Lücke, um den schönen Rhein zu erblicken“, so Kilian zur Kritik der FDP. Wenn es Ordnungsverstöße gebe, habe Bingen Einrichtungen, an die man sich wenden könne.

Der Beitrag der FDP zeige mal wieder, „dass die Werbegemeinschaft nun die positiven Dinge in Bingen aufzeigen muss, damit das Image unserer schönen Stadt nicht wieder darunter leidet“. Wieso könnten die Probleme nicht da gelöst werden, wo sie hingehören, nämlich im Stadtrat. „Wann wird endlich verstanden, dass wir nur gemeinsam Bingen nach vorne bringen. Bingen – unsere geliebte Stadt – benötigt Politiker, die das Glas halbvoll sehen und nicht leer“, unterstreicht Kilian. Wer eine Stadt aufgegeben habe, sollte sich zur Ruhe setzen und nicht absichtlich den Kahn auf Sand schiffen. „Wir, die Werbegemeinschaft, kennen Bingen und sagen mit erhobenem Kopf: Wir sind stolz, Binger zu sein. Ständig bekommt der Einzelhandel einen Knüppel zwischen die Beine. Wir haben es schon schwer genug, da brauchen wir nicht noch schlechte Stimmung von politischer Seite.“ Die Werbegemeinschaft habe sich neu aufgestellt und sei voller Tatendrang, damit die Winzerfeststadt nicht nur zu den Festen attraktiv sei, dabei sollte auch die Politik mithelfen. „Verlassen Sie ihren Fraktionsschemel und gehen mit offenen Augen durch die Stadt. Dann werden auch Sie sehen, das Glas ist mehr als nur halb voll“, fordert Kilian.