Binger Comedy Nights: Veranstaltungsmanagerin Patricia Neher...

Patricia Neher ist zufrieden mit dem Ablauf des Binger Comedy-Festivals. Foto: Jochen Werner  Foto: Jochen Werner

Vier Tage lang gab es Kabarett und Comedy in der Wagenausbesserungshalle. Mit dem Tag der Talente waren es sogar fünf. Wir sprachen über die Bilanz des Festivals mit Patricia...

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BINGEN. Vier Tage lang gab es Kabarett und Comedy in der Wagenausbesserungshalle. Mit dem Tag der Talente waren es sogar fünf. Wir sprachen über die Bilanz des Festivals mit Patricia Neher, Veranstaltungsmanagerin der Stadt Bingen.

Frau Neher, das Comedy-Festival ist vorüber. War das nun eine reine Fernsehveranstaltung des SWR?

Das würde ich nicht sagen. Das Festival ergänzt unser Kulturangebot. Wir haben es mit den vergangenen fünf Abenden geschafft, ein Programm nach Bingen zu holen, das sonst nur in größeren Städten zuhause ist. Damit haben wir etwas für die Menschen hier gemacht. Wenn ich ins Publikum blicke, sehe ich vor allem Binger und Leute aus der unmittelbaren Umgebung.

Diese Menschen haben ausgesprochen positiv reagiert. Haben Sie andere Beobachtungen gemacht?

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Nein. Es gab natürlich den einen Wermutstropfen, zu dem aber niemand etwas konnte. Das Unwetter am Samstagabend nämlich. Lars Reichow, wegen dessen Auftritt viele Besucher kamen, musste sein Programm abbrechen. Das konnten wir dann am Sonntag dranhängen, damit auch das Fernsehen auch ihm vollständig gerecht werden kann.

Die Comedy-Nights sind im Sommer im Fernsehen zu sehen ...

.. und das ist extrem image-stärkend für die Stadt Bingen. Es gibt in ganz Rheinland-Pfalz keine ähnlich starke Location wie die Wagenausbesserungshalle genau am Eingang zum Welterbetal.

Wer hat eigentlich die Künstler ausgesucht?

Das war Aufgabe des SWR, der sich auch um die Terminierung gekümmert hat. Die nämlich ist das wirklich Schwierige. Der SWR war für die Künstler und die Produktion, die Stadt Bingen für die Organisation und das Ticketing zuständig.

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Für Außenstehende funktionierte der Ablauf reibungslos. War das so?

Das war wirklich so. Hier geht vor allem ein Riesendank an die Feuerwehr. Durch den Starkregen lief am Samstagabend das Wasser in die Halle hinein, musste abgepumpt werden. Die Feuerwehrkameraden haben die Wege beleuchtet und haben darauf achtgegeben, dass die Menschen nach dem Unwetter die Halle gefahrlos verlassen konnten. Mit ihrer Hilfe konnte das Festival am Sonntag so fortgesetzt werden, als sei nichts geschehen.

Haben Sie persönlich rückblickend einen besonderen Favoriten?

Ohne jetzt irgend jemanden zurücksetzen wollen: Maxi Gstettenbauer hat mich am meisten überzeugt. Vielleicht auch, weil er eher zu meiner Generation gehört.

Am ersten Tag gab es leichte Probleme mit dem Meet & Greet. Wie waren denn Ihre Eindrücke?

Wir hatten leider nur ein ganz kurzes Zeitfenster. Mit dem „Begge Peder“ haben wir das am Donnerstag in der Pause gelöst. Insgesamt waren alle Künstler sehr herzlich. Das war eine schöne Erfahrung. Alle haben erzählt, haben für Fotos zur Verfügung gestanden und Autogramme verteilt.

Gibt es für Sie und das Veranstaltungsbüro bei einem solchen Festival neben Arbeit und Stress auch positive Aspekte?

Natürlich. Das ist doch etwas ganz Besonderes. Was an der Arbeit am meisten Spaß macht, ist, dass man das Ergebnis sieht. Zunächst einmal auf der Bühne und dann vor allem an den Reaktionen der vielen glücklichen Besucher. Jetzt freuen wir uns auf die Übertragungen im Fernsehen.

Das Interview führte Jochen Werner.