30. Geburtstag von BOAF: Binger Veranstalter ziehen positive...

Sonntag, das Festival geht zu Ende, die Bühne wird abgebaut und auch der Zeltplatz leert sich langsam. Im Anschluss an das 30. Binger Open Air spricht die AZ mit der...

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BINGEN. Sonntag, das Festival geht zu Ende, die Bühne wird abgebaut und auch der Zeltplatz leert sich langsam. Im Anschluss an das 30. Binger Open Air spricht die AZ mit der Pressesprecherin der Open Air Kooperative, Mariska Lief, über die drei Abende.

Frau Lief, das 30. Binger Open Air ist Geschichte. Sind Sie zufrieden mit dem Verlauf des großen Geburtstagsfestivals?

Auf jeden Fall. Was die Gästezahlen betrifft, hatten wir einen guten Donnerstag, Freitag und Samstag waren in etwa im Rahmen des Erwartbaren. Das Wetter war toll, für Besucherrekorde war es vielleicht aber sogar ein wenig zu heiß. Die Stimmung unter den Gästen war super, und zu unserem Kinderprogramm bei freiem Eintritt waren, glaube ich, selten so viele Kinder da.

Was waren denn Ihre persönlichen musikalischen Höhepunkte?

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Mich haben besonders „The Franklyns“ begeistert. Eine tolle Punkband, die nur aus Frauen besteht. Der Auftritt hat musikalisch Spaß gemacht und die Zusammensetzung ist schon eine Botschaft für sich.

Und der lang erwartete Auftritt von „Frau Doktor“? Stieß der auf die erhoffte Resonanz?

Ja, der Auftritt hatte enorme Strahlkraft. Es kamen am Samstag sehr viele Gäste noch spät, vor allem wegen „Frau Doktor“. Da zeigt sich deutlich, dass die Band eine lokale Legende ist.

In diesem Jahr lagen ja Vorverkaufspreis und Abendkasse bewusst ungewöhnliche zehn Euro auseinander, um möglichst durch guten Vorverkauf Planungssicherheit zu bekommen. Hat das funktioniert?

Im lokalen Vorverkauf haben wir relativ viele Karten verkauft, auch wenn der Großteil der Karten definitiv doch wieder an der Abendkasse wegging. Im Online-Vorverkauf hat sich wenig bewegt. Es zeigt sich wohl, dass selbst bei großem Preisunterschied die Leute zuerst aufs Wetter schauen und dann spontan aufs Festival gehen.

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Zur Fußball-Europameisterschaft 2016 zogen die Spiele schon einige Gäste vom Festival ab. Hat das dieses Jahr auch Schwierigkeiten bereitet?

Nein, nach meiner Einschätzung überhaupt nicht. Die Donnerstagsspiele haben sich nicht bemerkbar gemacht, da kamen allein etwa 250 Gäste: Das ist stark für Donnerstag. Freitag war gar kein Fußball, und so viel wie am Samstag los war, dürften auch die ersten Achtelfinals nicht geschadet haben. In der Breite geschaut werden wohl wirklich nur die Deutschlandspiele.

Das Interview führte Sören Heim.