KAB-Vorsitzender ruft zu Teilnahme an der Sozialwahl auf

Thomas Diekmann, der Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), appelliert eindringlich, die Sozialwahl ernstzunehmen und zu wählen. „Sie ist nach der...

Anzeige

HOCHHEIM/MAIN. Thomas Diekmann, der Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), appelliert eindringlich, die Sozialwahl ernstzunehmen und zu wählen. „Sie ist nach der Bundestags- und Europawahl die drittgrößte Wahl in Deutschland und die einzige Möglichkeit, die eigenen Rechte als Versicherter wahrzunehmen“, erklärt Diekmann die Bedeutung der Briefwahl für die Vertreterversammlung und betont: „Diese politisch unabhängige und ehrenamtliche Selbstverwaltung ist kein Labergremium, sondern trifft Entscheidungen, bei denen es um Geld und Personen geht.“

Demokratischer Wert der Mitbestimmung betont

Die für sechs Jahre gewählten Vertreter der Versicherten bestimmen alle wichtigen Entscheidungen der Sozialversicherungsträger mit. Dazu gehören die Verwendung der Beiträge bis zur Wahl der Ehrenamtler. Diese beratenkostenlos bei allen Fragen zur Rentenversicherung.

Dafür, dass sich Diekmann so für die Sozialwahl einsetzt, an der alle 51 Millionen Versicherten der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten- und Unfallversicherung teilnehmen können, gibt es drei Gründe: Zunächst schätzt er den demokratischen Aspekt der Mitbestimmung ideell und befürchtet: Dieses System der Selbstverwaltung, das auf Arbeitervereine im 19. Jahrhundert zurückgeht, könnte die Bundespolitik aufgeben, „wenn die Wahlbeteiligung nicht mindestens 30 Prozent wie vor sechs Jahren erreicht.“ Vom Ergebnis der Sozialwahl hängt auch sein eigenes Engagement vor Ort ab. Denn Diekmann hilft als einer von bundesweit 2600 Beratern der Rentenversicherung seit 16 Jahren jedem im Main-Taunus-Kreis rund ums Thema Rentenversicherung. Das darf er aber in Zukunft nur noch, falls die KAB Stimmen bei der Sozialwahl bekommt. Damit wiederum ist der dritte Punkt verknüpft: die ACA. Hinter der Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmerorganisationen stehen drei Verbände, die seit gut 100 Jahren mit einem gemeinsamen Wahlprogramm kandidieren: die KAB, das Kolpingwerk Deutschland und der Bundesverband evangelischer Arbeitnehmerorganisationen (BVEA).

Anzeige

Das ACA-Programm prägten durchweg christlich-ökumenische soziale Grundwerte wie die Menschenwürde, Solidarität, Freiheit, Eigenverantwortung, Selbstbestimmung, Nachhaltigkeit und demokratische Sorge fürs Gemeinwohl, so Diekmann. „Jeder Versicherte bekommt die Wahlunterlagen per Post, kann in Ruhe zu Hause abstimmen und muss den Stimmzettel nur im roten Rückumschlag in einen Postkasten werfen.“