Bei Betreuungsplätzen in Hochheim am Main wird es eng und der...

Es wird eng in den Hochheimer Kitas. Die zur Verfügung stehenden Plätze sind belegt, die Warteliste ist lang.Foto: Vollformat/Volker Dziemballa  Foto: Vollformat/Volker Dziemballa

Die Kindergarten- und Krippenplätze in Hochheim sind ausgereizt. Dies ging aus dem Bericht zur Kinderbetreuung für das laufende Jahr hervor, den Uta Mondorf, Teamleiterin...

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HOCHHEIM/MAIN. Die Kindergarten- und Krippenplätze in Hochheim sind ausgereizt. Dies ging aus dem Bericht zur Kinderbetreuung für das laufende Jahr hervor, den Uta Mondorf, Teamleiterin Kinder und Jugend vom Amt für Jugend, Soziales und Senioren, den Mitgliedern des Sozialausschusses in der Sitzung am Donnerstag vorstellte.

Laut dem Bericht stehen in der Wein- und Sektstadt aktuell 86 Krippenplätze zur Verfügung, von denen bis zum 1. März 78 belegt sein werden. Im Kindergartenbereich beträgt die Kapazität 502 Plätze, von denen zum 1. März 500 in Anspruch genommen werden. „Die Kindergartenplätze sind schon knapp, aber es geht noch“, sagte Mondorf.

Im Soll-Ist-Vergleich wurde jedoch deutlich, dass doch noch einige Plätze für die Kinderbetreuung in Hochheim fehlen. So stehen aktuell 65 Krippenkinder auf der Warteliste, bei den Kindergartenkindern sind es 82, wobei 50 davon aus den Neubaugebieten stammen. Um das Defizit möglichst zeitnah auszugleichen, sind für 2018 53 neue Krippenplätze geplant. 17 Plätze sollen dabei durch den Anbau der Kita Rappelkiste entstehen, 36 durch den Neubau einer Kita im Schänzchen III. Bei den zusätzlichen Krippenplätzen in Hochheim sind die Zahlen seit der erstmaligen Erfassung im Jahr 2012 stetig gestiegen, wie der Bericht zeigt.

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Bis 2018 sind insgesamt 85 neue Kindergartenplätze geplant. 50 Plätze sollen im Neubau im Schänzchen III entstehen, 15 im Anbau Kita Rappelkiste und 20 Plätze in der geplanten dritten Gruppe der Kita St. Elisabeth.

20 Kita-Plätze sind derzeit allerdings in Gefahr

Doch diese Plätze sind aktuell in Gefahr, wie Bürgermeister Dirk Westedt (FDP) gestand, da der dafür nötige Umbau der Kita St. Elisabeth momentan auf Eis liegt. Konkreter wird es hingegen im Fall des Neubaus der Kita im Schänzchen III mit insgesamt fünf Gruppen. Hier beginnen nun die Bauarbeiten, wie der Bürgermeister versicherte. So wird auch das Jugendhaus an der Massenheimer Straße bald Geschichte sein, das im Zuge der Bauarbeiten in den kommenden Wochen abgerissen wird.

In den nächsten Jahren wird der Bedarf an Kitaplätzen in der Stadt weiter steigen. So werden im Kita-Jahr 2017/2018 insgesamt 572 Kinder anspruchsberechtigt sein, ein Jahr darauf sind es bereits 614, und im Kita-Jahr 2019/2020 werden es dann 623 Kinder im Stadtgebiet sein, die Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben.

Insgesamt lasse sich feststellen, dass Hochheim weiter wachse, was natürlich Konsequenzen für den Kita-Ausbau nach sich ziehe, wie Mondorf betonte. Das Bevölkerungswachstum sei allerdings nicht alleine auf den Zuzug von Bürgern durch die Neubaugebiete zurückzuführen. Denn die Geburtenrate in der Wein- und Sektstadt bewege sich mit 175 Neugeborenen im Jahr 2015 und 165 im Jahr 2016 nach wie vor auf einem hohen Niveau. Dieser Trend bei den Geburten lasse sich zudem auch bundesweit erkennen.

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Der Bezug der Neubaugebiete und die hohe Geburtenrate hätten dazu geführt, dass die „ursprünglich berechneten Mehrbedarfe an Kinderbetreuungsplätzen durch Neubaugebiete überschritten wurden“, wie es im Bericht heißt. Im Vergleich zu Nachbarkommunen wie Flörsheim oder Hattersheim stehe Hochheim allerdings noch gut da, wie Westedt versicherte. Wie sich die Bevölkerungszahl in Hochheim in den kommenden Jahren entwickeln wird, sei nur schwer vorherzusehen, wie die Teamleiterin Kinder und Jugend abschließend erklärte.