Duchroth passt Steuern nicht an

(bev). Der Rechnungsprüfungshof, der sich zwei Jahre lang wegen Corona zurückhielt, eine Anhebung der Hebesätze für Gemeindesteuern anzumahnen, hebt jetzt doch wieder den...

Anzeige

DUCHROTH. (bev). Der Rechnungsprüfungshof, der sich zwei Jahre lang wegen Corona zurückhielt, eine Anhebung der Hebesätze für Gemeindesteuern anzumahnen, hebt jetzt doch wieder den Zeigefinger. In Duchroth beschloss der Rat aber einstimmig, die Grundsteuer und die Gewerbesteuer nicht anzupassen – und das aus gutem Grund. Ortsbürgermeister Jörg Schneiß machte aber darauf aufmerksam, dass man wohl in den nächsten Jahren nicht um diesen Schritt herum kommt.

Der Grund für die Ablehnung ist nachvollziehbar. Wäre die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) von den aktuellen 310 auf 330 Prozentpunkte angehoben worden, hätte das ein Plus von 450 Euro für die Gemeindekasse bedeutet, die Anpassung der Gewerbesteuer von 365 auf 385 Prozentpunkte einen Mehrertrag von rund 3000 Euro. Was die Grundsteuer B (bebaute und bebaubare Flächen) betrifft, liegt sie in Duchroth sowieso schon bei dem vorgeschlagenen Hebesatz von 400 Prozent. Bei einer Erhöhung der Hundesteuer wäre ein Plus von 500 Euro herausgekommen. Unter dem Strich also: Die finanzielle Wirkung wäre minimal gewesen. Hinzu kommt: Die laufenden Finanzierungen der letzten Jahre weisen im Schnitt eine positive Freie Finanzspitze auf (im Schnitt gut 30 000 Euro). Dies belegt eine stabile Leistungsfähigkeit im Finanzhaushalt.

Den Bürgern wäre unter diesen Voraussetzungen eine Erhöhung der Gebühren schwer zu vermitteln gewesen, war sich der Rat einig.