Ortsbürgermeisterkandidaten der VG Rüdesheim: eine Übersicht

Stefan Boxler (li.) kandidiert mal wieder. Dieses mal als Ortsbürgermeister seiner Heimat St. Katharinen – nachdem er in den vergangenen Jahren bereits als VG-Bürgermeister kandidiert hat. Oder als Bundestagsdirektkandidat. Als Landtagskandidat, als Oberbürgermeisterkandidat, als Kreistagsmitglied.

Am 26. Mai werden in der VG Rüdesheim die Ortsbürgermeister neu gewählt. In 16 Dörfern tritt der Amtsinhaber ohne Gegenkandidaten an – in sechs Gemeinden wird es hingegen spannend.

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VG RÜDESHEIM. Eine Nachricht wäre es wohl gewesen, wenn Stefan Boxler nicht angetreten wäre. Doch der Grünenpolitiker kann einfach nicht anders. Wahlkampf, damit kennt er sich schließlich aus wie kein Zweiter. Ja, Stefan Boxler kandidiert mal wieder. Dieses mal als Ortsbürgermeister seiner Heimat St. Katharinen – nachdem er in den vergangenen Jahren bereits als VG-Bürgermeister kandidiert hat. Oder als Bundestagsdirektkandidat. Als Landtagskandidat, als Oberbürgermeisterkandidat, als Kreistagsmitglied.

Ob er gewinnt? Ungewiss. Boxler tritt am Tag der Kommunalwahl, 26. Mai, gegen Amtsinhaber Manuel Schneider an. Eines von fünf Duellen in der VG Rüdesheim um den Posten des Ortschefs. Auch in Weinsheim mit Heiko Schmidt (CDU) gegen Marc Förster (SPD) buhlen zwei Kandidaten um die Gunst der Wähler. Ebenso in Norheim, Dr. Kai Michelmann (100% Norheim) gegen Markus Karsch(SPD), in Roxheim, Reinhold Bott gegen Frank Bellmann (SPD), und in Sommerloch, Thomas Haßlinger gegen Maximilian Keber. Allesamt spannende Duelle im politischen Abenteuerland, der VG Rüdesheim.

In Hargesheim, mit 2900 Einwohnern größtes Dorf der Verbandsgemeinde, haben die Wähler sogar einen Kandidaten mehr: Gleich drei Anwärter schielen hier auf den Chefsessel im Rathaus. Der amtierende Ortsbürgermeister Werner Schwan (CDU) wird herausgefordert von Manfred Glöckner (SPD) und Haiko Grün (BfH).

In den übrigen 26 Dörfern der VG tritt maximal ein Kandidat an. In allen Dörfern? Nein, in Niederhausen, Hergenfeld, Dalberg und Allenfeld haben sich keine freiwilligen Bewerber gefunden. Laut Auskunft aus der Rüdesheimer VG-Verwaltung will sich zumindest in Dalberg der aktuelle Ortsbürgermeister Dirk Ballhorn nach der Wahl vom neuen Gemeinderat erneut wählen lassen. In Niederhausen ist im Gespräch, dass Christine Mathern sich nach dem 26. Mai vom Gemeinderat als Ortschefin wählen lassen will. Ein neues Gesicht im Kreise der Ortsbürgermeister also.

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Ebenfalls neue Gesichter auf der kommunalen Kommandobrücke wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit in Argenschwang, Boos, Duchroth, Sponheim, Braunweiler und Spall geben. In Argenschwang kandidiert Petra Ender, die bislang als Vorsitzende des Schwimmbadfördervereins in der Öffentlichkeit präsent war. In Boos will Sascha Wickert auf Karl-Heinz Klein folgen. Wickert ist außerdem Mitglied des CDU-Bezirksvorstandes. In Duchroth plant Jörg Schneiß, in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Manfred Porrs zu treten, der ganze 35 Jahre Chef seiner Gemeinde war und nun in den politischen Ruhestand geht.

Ruhestand, dort befindet sich bereits seit zwei Jahren auch der frühere Forstamtsleiter Bernd Closen. Nun will er am 26. Mai in den Unruhestand übertreten und zum Ortsbürgermeister der Gemeinde Spall gewählt werden. Dasselbe Ziel hat in Sponheim Kandidat Bernd Haas, bislang Gemeinderatsmitglied sowie Vorsitzender des örtlichen Münzen- und Briefmarkenvereins. In Braunweiler ist die Thronfolge indes beinahe royal gelöst. Auf Amtsinhaber Horst Wies soll sein Erster Beigeordneter Karlheinz Gellweiler folgen.

In Winterbach, Bockenau, Oberhausen, Gutenberg, Oberstreit, Hüffelsheim, Münchwald, Waldböckelheim, Traisen, Wallhausen, Schloßböckelheim, Gebroth, Mandel, Rüdesheim, Burgsponheim und Spabrücken treten die Amtsinhaber ohne Gegenkandidaten an.