Boos will in neuem Baugebiet acht Grundstücke schaffen und...

Wenn es nach dem Wunsch des Booser Ortsgemeinderats geht, werden hier entlang der Römerstraße schon bald Häuser stehen. Foto: Meyer  Foto: Meyer

Haushaltsdebatte im Booser Gemeinderat: Es standen die Anlage eines neuen Rasengrabfeldes auf dem Friedhof und die Erschließungskosten für die gemeindeeigenen Baugrundstücke...

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BOOS. Haushaltsdebatte im Booser Gemeinderat: Es standen die Anlage eines neuen Rasengrabfeldes auf dem Friedhof und die Erschließungskosten für die gemeindeeigenen Baugrundstücke an der Römerstraße als Hauptmaßnahmen auf der Tagesordnung.

Sorgen bereitete den Ratsmitgliedern vor allem das Rasengrabfeld. In den Haushalt eingestellt sind 5000 Euro. Das würde nach einem ersten inoffiziellen Kostenvoranschlag aber nicht ausreichen. Überlegungen, welche Teile in Eigenleistung aus dem Angebotskatalog herausgenommen werden können, konnten das Problem in der Sitzung nicht lösen. Vor allem, so die Erfahrungen von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Klein vom letzten Freiwilligentreffen am Kinderspielplatz, sei zu befürchten, dass kaum jemand bereit sei, anzupacken. Vor allem hatte er die Väter der Kinder vermisst, für die der Kinderspielplatz eigentlich da sei.

150 000 Euro dürften unterschritten werden

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Positive Nachrichten gab es hingegen beim Baugebiet an der Römerstraße. Die Parzellierung der Gemeindefläche, die das Planungsbüros BBP Kaiserslautern übernommen hatte, kam zu einem überaus guten Ergebnis. Denn statt mit den zunächst vermuteten fünf Bauplätzen kann auf der Fläche bequem mit acht Plätzen gerechnet werden – und mit einer, wie vom Rat favorisiert, neu zu bauenden Verkehrsanbindung von gerade einmal 95 Quadratmetern. Die in den Haushalt 2019 eingestellten 150 000 Euro dürften dabei laut Rechnung im Rat weit unterschritten werden.

Je geringer die Kosten, desto günstiger der Preis

Je geringer die Erschließungskosten des neuen Baugebiets um so günstiger seien die Plätze anzubieten, ist die Kalkulation. Offen lassen will der Rat allerdings derzeit noch zwei mit Doppelhaushälften verbundene Bauplätze. Denn: Keines der Ratsmitglieder war überzeugt, dass Doppelhaushälften irgendwann gefragt sein könnten. Vermessen könnte man die beiden Grundstücke je nach Bedarf. VG-Bürgermeister Markus Lüttger warf ein, dass es jedoch wenig Sinn mache, ein einmal schon geteiltes Grundstück später, und das mit erheblichen Kosten, wieder zusammenzulegen. Dennoch sei es vernünftig, eine solche Möglichkeit im Angebot zu haben.

Interessanter Aspekt: Das Baugebiet an der Römerstraße wird kein reines Wohngebiet werden – mit der Feuerwehr zur Seite und der Halle am Fuß. Jedoch sei nicht geplant, zusätzlich Gewerbe im Mischgebiet anzusiedeln. Beschlossen wurde zudem für die anstehenden Arbeiten an der Römerstraße Unternehmen zu beauftragen – für die Vermessung das Büro Kiel und für Erschließung das ehemalige Ingenieurbüro für Bauwesen und Umweltschutz, IBU R. Lenhard GmbH, jetzt Dillig IBU. Mit beiden Firmen habe der Rat bislang gute Erfahrungen gemacht.