Öffentlicher Bücherschrank auf Brunnenplatz in Bockenau...

Nun ist er offiziell übergeben worden, der innogy-Bücherschrank, der seinen Standort am Brunnenplatz in Bockenau hat. Philip und Lina Will durften ihn enthüllen. Foto: Reinhard Koch  Foto: Reinhard Koch

(rko). Er war eingepackt wie ein großes Geschenkpaket, mit Tuch und großer Schleife, der innogy-Bücherschrank. Seinen Standort hat er am Brunnenplatz, inmitten des Dorfes,...

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BOCKENAU. (rko). Er war eingepackt wie ein großes Geschenkpaket, mit Tuch und großer Schleife, der innogy-Bücherschrank. Seinen Standort hat er am Brunnenplatz, inmitten des Dorfes, gefunden. Philip und Lina Will war es vorbehalten, den Schrank zu enthüllen. Es ist der inzwischen 153., den innogy, vormals RWE, aufgestellt hat.

Die Türen mit schlagsicherem Acrylglas schließen selbständig, sodass die Bücher stets vor Regen geschützt sind. Das untere Fach ist für Kinderbücher reserviert, damit die Kleinen die Bücher auch gut erreichen können. Und es gibt ein Fach für „internationale Literatur“. Rund 320 Bücher finden Platz.

Engagement für die kulturelle Infrastruktur

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Den „Wissensbrunnen“ hat der Kölner Architekt Hans-Jürgen Greve, er war bei der Eröffnung dabei, entwickelt. Er bezifferte den Wert des Schrankes einschließlich der Arbeiten mit 6000 Euro. „Als Partner der Verbandsgemeinde Rüdesheim und der Gemeinde Bockenau kümmern wir uns nicht nur um die Strom- und Gasnetze, sondern engagieren uns mit dem Bücherschrank auch für die kulturelle Infrastruktur“, sagte innogy-Kommunalbetreuer Friedrich Reinhardt. Es gelte, so Reinhardt, bereits gelesene Bücher nicht einfach wegzuwerfen, sie vielmehr in den Schrank zu stellen, damit sie andere herausnehmen können.

Ortsbürgermeister Jürgen Klotz und Bürgermeister Markus Lüttger sind begeistert von der innogy-Aktion. Lüttger möchte am liebsten in allen seiner 32 Dörfer einen solchen Bücherschrank stehen sehen. Klotz sprach von einem „tollen Angebot, mit dem wir den öffentlichen Raum in unserem Dorf beleben und die Kultur des Teilens unterstützen können“. Er ist sicher, dass sich durch den Bücherschrank ein Treffpunkt bilden werde, an dem die Menschen ins Gespräch kommen.

Sehr dankbar ist Jürgen Klotz Katja Dockendorff, der Leiterin der Bücherei im evangelischen Jugendheim, die sich um den Bücherschrank kümmern wird.