Hohe Ehre für Sabine Bittmann

Freut sich über die Wirtschaftsmedaille: Sabine Bittmann mit Ehemann Fritz Bittmann (links) und Wirtschaftsminister Volker Wissing  vor dem BITO-Campus in Meisenheim. Foto: Simone Mager

Unternehmerin erhält die Wirtschaftsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für ihr herausragendes unternehmerisches und soziales Engagement.

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MEISENHEIM. Gerade waren sie noch gemeinsam auf einer Wirtschaftsreise in Japan, jetzt überreichte der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing (FDP) die Wirtschaftsmedaille an die Unternehmerin Sabine Bittmann, Gesellschafterin der Bittmann Holding und Gründerin des BITO-Campus in Meisenheim. Beim Festakt auf dem Campus-Gelände würdigte der Minister damit nicht nur das herausragende wirtschaftliche, sondern auch das soziale Engagement der Unternehmerin. Mit der Bittmann-Stiftung und dem BITO-Campus habe sie Wegweisendes im ländlichen Raum auf den Weg gebracht.

In seiner Laudatio hob Volker Wissing das Engagement Sabine Bittmanns als leuchtendes Beispiel für den Idealtyp sozialen Unternehmertums hervor. „Unternehmerinnen wie Sie machen deutlich, dass Wirtschaft mehr ist als Geld verdienen. Es bedeutet gesellschaftliches Engagement. Unser Land wäre in gesellschaftlicher Hinsicht ärmer, wenn es nicht Menschen wie Sie geben würde.“ Die Wirtschaftsmedaille sei in dieser Hinsicht eine besondere Anerkennung und ein Zeichen der Dankbarkeit der Landesregierung. „Wir wollen, dass Sie sichtbar sind – auch für andere. Sabine Bittmann habe sich als „Außenministerin“ des Unternehmens gezeigt. Sie sei eine Aktivistin darin, Kontakte zu pflegen. Er selbst habe Sabine Bittmann als eine Person kennengelernt, die mit Freude ihr Unternehmen vertrete und die eine positive Grundstimmung erzeuge, schilderte der Minister.

Die ehemalige Volksschule in Meisenheim habe sie zu einem Innovationscampus entwickelt, der Menschen dazu ermutige, Unternehmen zu gründen. „Das ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Gründungen sorgen dafür, dass Wirtschaftsstrukturen nicht verkrusten“, lobte Wissing. Sabine Bittmann habe diesen Weg mit besonderer Weitsicht beschritten und dafür gesorgt, dass im ländlichen Raum Gründungskultur entstehe. Das gehe weit über wirtschaftliche Interessen hinaus. Wissing: „So etwas im ländlichen Raum ist ein besonderer Wert an sich.“

Ihr unternehmerisches Handeln orientiere Sabine Bittmann zudem in der Bittmann- Stiftung am Gemeinwohl, in der sie Kinder und Jugendliche in den Bereichen Bildung, Sport und Kultur fördere. „Rheinland-Pfalz ist stolz auf Persönlichkeiten wie Sie“, fasste der Wirtschaftsminister zusammen.

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Sichtlich gerührt nahm Sabine Bittmann die Auszeichnung entgegen. Sie dankte den Gästen für ihr Kommen und die Wertschätzung für wirtschaftliche Themen, die damit zum Ausdruck gebracht werde. „Dieses Haus, das ist nur eine Hülle. Es muss mit Leben gefüllt werden und es gilt, die richtigen Leute vor Ort zu finden und zu gewinnen“, sagte sie mit Blick auf den BITO-Campus. Sie lobte die Startups, die den Campus für die Arbeit an ihren Ideen nutzen. Gerade sei ein neuer Gründer aus Singapur nach Meisenheim gekommen. „Wie kleine Trüffelschweine spüren die Startups Ideen auf, sind innovativ, mit Fantasie und Mut unterwegs.“ Ohne BITO jedoch sei das alles nicht denkbar, richtete Sabine Bittmann ihren Dank an ihren Mann Fritz, und ergänzte, „wenn es BITO nicht gut geht, dann wird es auch als Stiftung schwierig.“ Für sie persönlich sei das soziale Engagement wie ein kleines Geschenk. Erst jüngst habe die Bittmann-Stiftung eine junge Frau aus schweren familiären Verhältnissen unterstützt und Mut zu einer Ausbildung gemacht. Im Juni habe sie ihre Abschlussprüfung abgelegt und ein neues Leben begonnen. „Die Freude daran macht es besonders für einen selbst“, bilanzierte Bittmann. An die Politik appellierte die Unternehmerin, sich für weniger Bürokratie einzusetzen. „Freiheit zulassen“, forderte sie. Aufgabe der Politik sei es, Leitplanken zu setzen, aber den Spielraum innerhalb dieser Leitplanken zu akzeptieren.

Ihre Glückwünsche überbrachten neben dem Minister die beiden Bundestagsabgeordneten Antje Lezius (CDU) und Joe Weingarten (SPD). Außerdem gratulierte BITO-Geschäftsführer Winfried Schmuck im Namen aller Mitarbeiter. Der BITO-Campus sei ohne staatliche Hilfen entstanden und strahle über Meisenheim hinaus. Die Startups setzten „lebenswichtige Impulse“. Er ermutigte Sabine Bittmann weiterzumachen. „Sie sind wissbegierig, sammeln Wissen auf Kongressen und Wirtschaftsreisen. Das schätzen wir als Ihre Belegschaft.“

Von Simone Mager