Stiftung des Orgel Art Museums in Windesheim anerkannt

Im feierlichen Rahmen des Windesheimer Orgel Art Museums überreichte Thomas Linnertz (l.) die Urkunde an das Ehepaar Yue und Wolfgang Oberlinger. Foto: Sonja Flick

Es schien, als würde die Königin aller Instrumente an diesem Tag noch prachtvoller spielen. Die Überreichung der Urkunde an die Betreiber fand in einem festlichen Rahmen statt.

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WINDESHEIM. (fli). Wenn der Konzertsaal des Windesheimer Orgel Art Museum (OAM) sich mit einer Menschentraube füllt, bedeutet das stets, dass etwas Besonderes ansteht. Auch dieses Mal, als die klangvollen Einlagen von Organist Thorsten Mäder den schmückenden Rahmen für die Überreichung der Urkunde über die Anerkennung der „orgel ART museum rhein-nahe Oberlinger Fondation“ zierten. Mit der öffentlichen Stiftung wird ein weiterer Baustein zum Erhalt und Betrieb des Museums geschaffen. Viele Persönlichkeiten aus Kirche, Politik, Kunst, Wirtschaft und natürlich auch die Vorstände des Fördervereins und der zukünftigen Stiftung hatten sich zu diesem Ereignis im Museum eingefunden. An diesem Tag schien der Klang der Königin der Instrumente sogar noch ein wenig stolzer durch den Raum zu schweben.

„Dieses Angebot dürfte in Deutschland einmalig sein“

Er sei froh, dass es den Beteiligten gelungen sei, eine gesunde Lösung gefunden zu haben, sprach Thomas Linnertz, Präsident der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier (ADD), der die Urkunde an die Oberlingers überreichte. Ein festes Fundament sei entstanden, ein Leuchtturm für kulturelles Leben im ländlichen Raum. „Dieses Angebot dürfte deutschlandweit einmalig sein“, vermutete der ADD-Präsident. Ebenfalls unter den Gästen war die Künstlerin, Malerin und Architektin Sigrid Stollenwerk. Von ihr wurden die im OAM ausgestellten Bilder geschaffen, die die Gäste vor, nach und auch während der Überreichung der Urkunde bewundern konnten.

Wolfgang Oberlinger selbst erinnerte bei den Feierlichkeiten an die Geburt der Idee des Museums 1999 und die Möglichkeiten, wie dieser „Kulturtempel“ für die Umgebung und das Land besonders den Tourismus jetzt schon fördert und sich als kultureller Leuchtturm in der Zukunft noch breiter aufstellen kann. 2001 wurde das verwirklicht, was 1999 noch als Vision diskutiert worden war, ein Schicksalsschlag der Orgelbauwerkstätten bremste jedoch die Erfolgswelle des OAM. Aber: „Wir haben uns gut zurückgekämpft“, resümierte Oberlinger. Von 2005 bis 2018 übernahm die Kreisverwaltung das Betreiben des Museums, das sie aus finanziellen Gründen wieder an die Familie Oberlinger abgab. „Nun ist es wieder da, wo es auch ursprünglich war“, berichtete der Windesheimer, „die Stiftung mit unserer Stiftungseinlage ist ein Baustein zum Erhalt des Museums, die durch externe Zustiftungen erweiterbar ist und auch als gemeinnützig anerkannt wurde.“ Gemeinsam mit dem Förderverein und der Stiftung würde man nun – wie es sich die Macher einst vorgestellt haben – versuchen, den Winzern, Gaststätten oder Hotels des Landes Rheinland-Pfalz neue Perspektiven durch mehr Tourismus zu bringen.