Zeitzeugengespräch mit der Holocaustüberlebenden Henriette...

Am Mittwoch, 10. November, 19 Uhr, findet eine besondere Veranstaltung im Gemeindehaus in Schneppenbach statt. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die den Holocaust überlebt...

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SCHNEPPENBACH. Am Mittwoch, 10. November, 19 Uhr, findet eine besondere Veranstaltung im Gemeindehaus in Schneppenbach statt. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die den Holocaust überlebt haben und darüber erzählen können. Von daher ist es sehr erfreulich, dass Henriette Kretz aus Antwerpen bereit ist, an diesem Abend ihre Erfahrungen aus jener Zeit zu schildern. Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in der damals polnischen Stadt Stanislawów geboren. 1941 musste die Familie ins Ghetto umsiedeln. Mehrmals entkamen sie der Deportation. Nachdem sie über ein halbes Jahr von einer polnisch-ukrainischen Familie versteckt worden waren, entdeckte sie die Gestapo. Die Eltern wurden erschossen, Henriette konnte fliehen und überlebte in einem von Nonnen geführten Waisenhaus. Für ihr Engagement „Gegen das Vergessen“ wurde sie im Dezember 2020 vom Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Autor Reiner Engelmann, Schneppenbach, hat sich oft mit der Zeitzeugin getroffen, mit ihr geredet und ein Buch über sie geschrieben, das Anfang November erscheinen wird.