B41: Umbauarbeiten an Umgehungsstraße Hochstetten gehen voran

Die erste Brücke ist bald fertig, die nächste ausgeschrieben: Es geht voran mit der Ortsumgehung ... Foto: Klaus Pfrengle  Foto: Klaus Pfrengle

Pendler und Einwohner können es tagtäglich beobachten: Die Umgehungsstraße Hochstetten schreitet zusehends voran. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf das...

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HOCHSTETTEN-DHAUN. Pendler und Einwohner können es tagtäglich beobachten: Die Umgehungsstraße Hochstetten schreitet zusehends voran. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf das Brückenbauwerk in Richtung Idar-Oberstein. Noch. Während hier Mauern, Pfeiler und Trassenvorbereitungen im Gelände bereits erahnen lassen, wie der Streckenverlauf hinter den Häusern der Ortsgemeinde einmal verlaufen wird, werden in den Planungsbüros die Vorbereitungen für die weiteren Bauabschnitte getroffen.

„Derzeit befinden sich die ersten drei Bauwerke in der Ausführung. Wir erwarten die planmäßige Fertigstellung im Spätsommer 2017. Aktuell steht beim Rahmenbauwerk die Betonage des Überbaues am Anschluss Richtung Idar-Oberstein an. Anschließend sieht der Ablauf die Herstellung der beidseitigen Kappen vor“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem LBM. Kurzum, mit dem ersten Brückenbauwerk liegt man voll im Zeitplan. Kein Verzug, keine großen Probleme bedeuten unter dem Strich einen Bauverlauf wie aus dem Bilderbuch.

Im zweiten Quartal des laufenden Jahres veröffentlichte der Landesbetrieb Mobilität eine EU-weite Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt, will heißen das wesentlich größere Brückenbauwerk über die Bahn am Ortseingang aus Richtung Bad Kreuznach kommend sowie den Straßenbau zwischen beiden Anschlussstellen entlang der Bahn mit einem Gesamtvolumen von über 20 Millionen Euro. Darin enthalten ist auch die Gründung der Lärmschutzwände, so etwas wie das Fundament für die späteren Wände.

Straße soll 2019 fertiggestellt sein

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„Die Submission findet Ende August statt. Die Auftragserteilung ist noch für das laufende Jahr vorgesehen. Die anschließende Vergabe der Lärmschutzwand sei dann abhängig vom Baufortschritt“, so Wladimir Hermann von der Fachgruppe „Konstruktiver Ingenieurbau“. Weiter heißt es, dass die Beauftragung für die Installation der Wände erst für 2020 vorgesehen ist, also nach der eigentlichen Straßenfertigstellung, die für 2019 anvisiert ist. Für die komplette Montage der Wände, so der LBM, rechnet man mit einem halben Jahr.

Etwas Kopfzerbrechen bereitet Norbert Olk, Leiter des LBM Bad Kreuznach, die derzeitige gute Konjunkturlage. Die habe unter anderem zur Folge, dass die Preise grundsätzlich anzogen, berichtet Olk von dementsprechenden Preissprüngen bis zu 30 Prozent bei anderen Projekten. Außerdem: „Die Baufirmen sind ausgelastet, sodass auf unsere EU-weite Ausschreibung sicher weniger Rückläufe eingehen werden, was die Auftragsvergabe erschweren könnte“, prognostiziert er weniger ernsthaftes Interesse von großen Tiefbau-Firmen, als dies vielleicht noch vor Jahren der Fall gewesen wäre. Dennoch gehen er und Hochstettens Ortsbürgermeister Hans-Helmut Döbell auf Nachfrage davon aus, dass man den Auftrag an ein zuverlässiges Unternehmen wird vergeben können. Mit Zeitverzögerungen rechnet Olk nicht.