Vatertagsfreuden in Fürfeld und Weinsheim

Frühlingsfest in Fürfeld: Starker Angriff, schnelle Reaktion und eine Prise Leidenschaft – das war das richtige Rezept beim Riesenkicker-Turnier für die Jugend.Foto: Beate Vogt-Gladigau  Foto: Beate Vogt-Gladigau

Beim Frühlingsfest des FEST e. V. vor der Fürfelder Eichelberghalle flatterten zwar nicht die von Mörike poetisch gerühmten „blauen Bänder“, dafür aber Girlanden,...

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FÜRFELD/WEINSHEIM. Beim Frühlingsfest des FEST e. V. vor der Fürfelder Eichelberghalle flatterten zwar nicht die von Mörike poetisch gerühmten „blauen Bänder“, dafür aber Girlanden, Luftballons und schöne orangefarbene Bälle, die mit Enthusiasmus beim Kicker-Turnier durch das aufgeblasene Sportfeld flitzten.

Frühlingsfest in Fürfeld: Starker Angriff, schnelle Reaktion und eine Prise Leidenschaft – das war das richtige Rezept beim Riesenkicker-Turnier für die Jugend.Foto: Beate Vogt-Gladigau  Foto: Beate Vogt-Gladigau
Der Vatertag nur etwas für Männer? Weit gefehlt: Die Weinsheimer Frauen lassen die Männer beim Feiern richtig alt aussehen. Foto: Wolfgang Bartels  Foto: Wolfgang Bartels
Ausgesprochen lecker, diese alkoholfreien Cocktails! Finden diese jungen Besucherinnen des Frühlingsfestes. Foto: Beate Vogt-Gladigau  Foto: Beate Vogt-Gladigau

Harte Fights lieferten sich nicht nur Teams wie „Big 5“, die „Arzthosen“ oder der „SC Hütten“, sondern alle zum Teil ganz wild zusammengewürfelten Crews. Für jeweils sieben Minuten gaben Männer, Frauen, Kinder oder auch eine Musikband ihr Bestes. Aber wenn die Hände „aus Versehen“ aus den Schlaufen an den Stangen schlüpften, war der Schiri unerbittlich: Elfmeter!

Seit 2013 sorgt der 2012 gegründete FEST e. V. („Fürfelder Event & Support Team, 60 Mitglieder) für dieses Spektakel, das mit dem Gottesdienst zum Start das Fest von Christi Himmelfahrt aufgreift und mit dem bunten Programm dann zum Vatertag übergeht. Kinderschminken war wie immer ein Renner. Das waren die alkoholfreien Cocktails aber auch.

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Mit der Resonanz der Besucher jedenfalls waren Vorsitzender Thomas Wild und seine Mitstreiter durchaus zufrieden, und es wird daher wieder ein Teil des Erlöses gespendet werden, wie es in der Satzung verankert ist. 2017 waren das dank der Teilnahme am Weihnachtsmarkt und durch das Rock-Konzert schon stolze 1700 Euro. Jedenfalls, der Verein macht seinen Slogan alle Ehre, dass das Gemosere, „in Ferfeld is eh nix los“, der Vergangenheit angehören soll. Schon gar nicht im Lenz beim Frühlings-Event.

Emanzipation auf der Spur des Bollerwagens

Ortswechsel: Den Vatertag den Männern überlassen? Das kommt den emanzipierten Weinsheimer Frauen gar nicht in den Sinn. Schon ganz früh am Himmelfahrtsmorgen haben sich die zehn Frauen im Dorf getroffen, um über Welschberg und den Heimbergturm zum Herrenhof am Tunnel bei Boos zu ziehen. „Wir haben genug Proviant dabei für die weitere Strecke“, meint Inge Schulz. Früher sei man zwar noch mit dem Bollerwagen losgezogen. Da saßen dann die Kinder drin. Jetzt, da diese groß sind, genüge auch der Rucksack. Erste Station für eine zünftige Pause ist Ackvas Mühle im Tal des Ellerbachs. Müller Oliver Neurohr hat schon mal den Grill angeworfen. Ilona Wollmer ist begeistert von der Mühle: „Das ist klasse, dass der Olli hier alles wieder so gut in Schuss gebracht hat.“ Schon am Pfingstmontag werden die Weinsheimer Frauen wiederkommen, mit etwas mehr Zeit zur ausgiebigen Mühlenbesichtigung. Dann stehen Ackvas Mühle und die anderen Mühlen am Ellerbach im Zentrum des Erlebnistages der Verbandsgemeinde Rüdesheim. Einen Einblick in die Welt der Mühlen versprechen die sechs geführten Wanderungen, die allesamt an Ackvas Mühle vorbeiführen werden. Den Besuch von Kollergang, Ölmühle und Getreidemühle heben sich die Frauen denn auch für den Pfingstmontag auf. Jetzt beim Vatertag haben sich die Weinsheimer Dorfdamen noch einen weiten Weg vorgenommen. Nächste Station ist der Welschberg.