Gemeinsamer Weg seit Kindertagen

Landrat Ernst Walter Görisch (l.), Bürgermeister Markus Conrad (Mitte) und Ortsbürgermeisterin Elfi Schmitt-Sieben gratulieren dem Jubelpaar.Foto: pa/Axel Schmitz  Foto: pa/Axel Schmitz

Es ist ein besonderer Tag für Margarethe und Wilhelm Meierhöfer. Die beiden sitzen am liebevoll eingedeckten Tisch und sind von Gratulanten umringt. Sie feiern ihre eiserne...

Anzeige

VENDERSHEIM. Es ist ein besonderer Tag für Margarethe und Wilhelm Meierhöfer. Die beiden sitzen am liebevoll eingedeckten Tisch und sind von Gratulanten umringt. Sie feiern ihre eiserne Hochzeit im Kreise ihrer Familie, am 1. Mai 1953 haben sie sich das Ja-Wort gegeben.

Das Jubelpaar kennt sich schon seit der Kindheit. Beide sind im gleichen Jahr geboren und seither in Vendersheim stark verwurzelt. Die Meierhöfers sind zusammen eingeschult worden, das war 1939. „Irgendwann war es dann so, dass wir ein Paar waren“, sagt Margarethe Meierhöfer und lächelt ihren Mann an. Durch den plötzlichen Tod seines Vaters war der heute 85-Jährige im Alter von nur 15 Jahren gezwungen, den elterlichen Landwirtschaftsbetrieb weiterzuführen. „Wir hatten eine Pferdezucht“, sagt er und erinnert sich daran, dass er schon als Kind vor der Schule die Tiere füttern musste. Später wurde die Landwirtschaft nur noch im Nebenerwerb bewirtschaftet. Wilhelm Meierhöfer arbeitete lange Jahre als Schlosser im Panzerwerk. Seine Frau war für den Haushalt und die drei Kinder verantwortlich, heute hat das Paar auch zwei Enkel.

„In mühevoller Arbeit haben wir mein Elternhaus aufgestockt und umgebaut“, erzählt Margarethe Meierhöfer. „Nach der Arbeit haben wir das gemacht und oft bis Mitternacht daran gearbeitet.“ Es hat sich gelohnt, auch wenn zum Hausbau, dem Beruf und der Landwirtschaft wenig Zeit für andere Dinge blieb. Doch eins war dem Ehepaar immer wichtig, die Gesellschaft. Sie waren in Vereinen aktiv, haben gemeinsam im Gesangverein gesungen und Wilhelm Meierhöfer gestaltete als Gemeinderatsmitglied 15 Jahre die Entwicklung seines Vendersheim mit. Gerne erinnern sie sich an die vielen Ausflüge mit den Vereinen. „Da sind wir mal raugekommen, denn für große Urlaube blieb keine Zeit.“