Ensheimer Bau einer Benjeshecke wird mit Rang 1 belohnt

Eines der Insektenhotels wurde in unmittelbarer Nähe zur Benjeshecke aufgestellt. Foto: Horst Holla

Das Natur- und Artenschutzprojekt wird durch das Programm Leader gefördert. Den Bürgern soll ein neues Heimatverständnis näher gebracht werden. Hilfe ist gern gesehen.

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ENSHEIM. (nap). Mit dem Projekt „Neue Lebensräume für Insekten und Vögel in Ensheim“ sind dessen Initiatoren ins Rennen um die Fördertöpfe des Leader-Programms (siehe Infokasten) gegangen und belohnt worden. Der Aktivitäten, Kultur und Sportverein Ensheim (AKKU) reichte gemeinsam mit engagierten Bürgern die Anfrage unter der Rubrik „Ehrenamtliche Bürgerprojekte“ ein und errang unter den 27 geförderten Maßnahmen Rang eins und damit eine Premiumförderung.

Der Hauptbestandteil des Projektes umfasste den Bau einer Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt. Durch überwiegend natürliche Prozesse wandelt sich diese zu einer „belebten“ grünen Hecke. Dadurch wird eines der Ziele des Projektes erreicht, nämlich neuen Lebensraum mit Nischen für Insekten, brütende Vögel und andere Kleintiere zu schaffen. Ebenfalls dazu beigetragen hat das Aufstellen zweier Insektenhotels und 40 Nisthöhlen, die innerhalb der Gemeinde Ensheim aufgehängt worden sind. Noch in Arbeit sind eine Blühfläche in der Nähe der Hecke und weitere Pflanzungen von Sträuchern und Bäumen ebenfalls entlang der Heckenstruktur.

Das Projekt verfolgt aber noch weitere Ziele, die durch zwei Lehrtafeln, die an der Benjeshecke und einem der Insektenhotels aufgestellt wurden, erreicht werden sollen. Man möchte die Ensheimer anschaulich an die Thematik heranführen. Insbesondere Kinder sollen so einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur wie selbstverständlich erlernen. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, für den Natur- und Artenschutz und die Erhaltung der Biodiversität zu sensibilisieren. Sondern es soll auch ein neues „Heimat“-Verständnis entstehen und das ländliche Identitätsgefühl gestärkt werden. Dies möchte man dadurch erreichen, dass es eine Aktion von Bürgern für die eigene Gemeinde ist und dass dies zudem sozusagen vor der Haustür passiert.

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Um das Ensheimer Projekt zu erhalten und weiterzuentwickeln, braucht es aber anhaltendes Engagement, weitere Ideen und helfende Hände der Bürger. Auch über Spenden von geeignetem Pflanz- und Saatgut würde sich der Verein AKKU freuen. Ansprechpartner für Interessierte und Engagierte ist Claudia Gerner-Beuerle (c.gerner-beuerle@t-online.de).