Mit vielen guten Wünschen

Die Schulleiter Ines Klag und Mischa Lott (Rektor der Realschule plus am Standort Flörsheim-Dalsheim) versenken eine Zeitkapsel mit Wünschen und Vorstellungen der Schüler für die nächsten 25 Jahre im Boden.Foto: photoagenten/Andreas Stumpf  Foto: photoagenten/Andreas Stumpf

„Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.“ Mit einem Zitat von Astrid Lindgren betont...

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FLÖRSHEIM-DALSHEIM/FLOMBORN. „Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen.“ Mit einem Zitat von Astrid Lindgren betont Dieter Baust als Vertreter der Schulaufsicht die wichtige Rolle der Schule in der Entwicklung der Kinder. „Es kommt auf den Geist der Schule an – und der ist hier stimmig“, führt er weiter aus.

Die Grundschule und Realschule plus Flomborn feiert an diesem Samstag mit einem großen Fest ihr 50-jähriges Jubiläum. Um den Festakt gemeinsam zu begehen, sind Vertreter der Verbandsgemeinde und der Schulaufsicht, Ehemalige, das Kollegium und natürlich die Schüler mitsamt ihren Familien zusammengekommen.

Einrichtungen verstehen sich als Gemeinschaft

Auf die akademische Feierstunde wird von den Klassen 5b und 5c eingestimmt, die, begleitet von Franz Klemm, singen: „Wir sind Kinder, der Stoff, aus dem die Zukunft ist.“ Es folgt die Begrüßung durch die Direktoren der Grundschule und der Realschule plus, Ines Klag und Mischa Lott. Sie betonen, dass die beiden Schulen, obwohl durch die Schulreform von 2009 getrennt, sich als Gemeinschaft ansehen und zusammen arbeiten. Deshalb werde nun zusammen gefeiert.

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In den Jahren seit der Einweihung des Schulstandortes Flomborn im Jahr 1968 habe sich einiges verändert. „Wir sind eine stets mit unseren Herausforderungen wachsende Schule“, sagt Klag. So entwickelten sich in den vergangenen Jahren sowohl die Gebäude als auch die Pädagogik weiter. Auch der Ausbau zur Ganztagsschule sei ein notwendiger Schritt gewesen und komme gut an.

Vieles ist bereits umgesetzt und gelungen, dennoch haben beide Direktoren noch Geburtstagswünsche: „Weiterhin jung und vital zu bleiben“, „neue Ideen“, „individuelle Förderung der Schüler“, führen die beiden Schulleiter abwechselnd aus. Bei der Einweihungsfeier im Jahr 1968 habe der damalige Direktor Hummel den Wunsch gehabt, dass die Schüler sich immer heimatverbunden fühlen, sich den vielfältigen Herausforderungen des Lebens stellen und für Frieden und Eintracht wirken. „Diese Worte haben bis heute an Aktualität und Wirkung nichts verloren“, ist sich Lott sicher.

VG-Bürgermeister Steffen Unger berichtet, dass er selbst in Flomborn Schüler gewesen sei. „Die Besonderheiten der Schule kann man nicht in einer Rede zusammenfassen. Man muss den Geist, der hier weht, spüren“, lobt er die Schulgemeinschaft. Im Jahr 1972 übernahm die VG Alzey-Land die Trägerschaft. Als die Realschule plus in Flomborn mit der in Flörsheim-Dalsheim zusammengeschlossen wurde, kam auch die VG Monsheim als Träger dazu.

Marion Poh von der Schulaufsicht lobt die Grundschule Flomborn als eine „moderne, dynamische und gut vernetzte Bildungseinrichtung“, die offen gegenüber Neuem sei und gut mit Veränderungen umgehe. Dieter Baust von der ADD zeichnet nach, wie aufgrund der Schulstrukturreform im Jahr 2009 aus der Grund- und Hauptschule die Grundschule und die Realschule plus mit ihren zwei Standorten in Flomborn und Flörsheim-Dalsheim entstanden ist. An der Schulgemeinschaft merke man, dass das neue „kooperative und integrative System“ angekommen sei.

Mit einem Beitrag der Ukulelen-AG und einem Sektumtrunk wird die akademische Feierstunde beschlossen. Mittlerweile hat sich der Schulhof mit Schülern, ihren Familien und Ehemaligen gefüllt. Mitmachangebote wie Geräusche-Memory, Karaoke und Minigolf, Ausstellungen, Informationsangebote und ein Ehemaligencafé laden zum Verweilen ein. Das Highlight bildet das gemeinsame Einlassen der Zeitkapsel. Im Vorfeld hatten die Schüler ihre Wünsche für die Zukunft aufgeschrieben. Diese Zettel werden nun 25 Jahre lang in der Erde ruhen. Klag erklärt: „Zum 75-jährigen Jubiläum, bei dem wir hoffentlich alle anwesend sein werden, graben wir die Kapsel wieder aus.“