Saida Rovcanin aus Darmstadt ist neue Miss Hessen

Gruppenbild mit Damen:  Saida Rovcanin, "Miss Hessen 2019", eingerahmt von Naima Diesner (links), "Vize Miss Hessen 2019" und der drittplatzierten Paulina Pläger. Foto: dpa

Die Krone geht nach Darmstadt: Saida Rovcanin wurde in Gießen zu "Miss Hessen 2019" gewählt. Sie setzte sich gegen 16 Konkurrentinnen durch.

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GIESSEN/DARMSTADT. Im zweiten Anlauf hat es geklappt - und am Ende fließen bei Saida Rovcanin Tränen der Freude: Die 25-jährige Bürokauffrau aus Darmstadt ist am Samstagabend zur neuen Miss Hessen gekürt worden. Sie vertritt das Bundesland bei der Wahl zur Miss Germany am 23. Februar im Europa-Park in Rust.

Auf schwindelerregend hohen Absätzen über den Laufsteg der Galerie Neustädter Tor zu schreiten, ist für die spätere Gewinnerin des Abends keine neue Erfahrung. Bereits bei der Schönheitswahl im Vorjahr war sie dabei - und landete damals auf Platz zwei hinter Derya Sipahi . Von ihr erhält die Darmstädterin nach mehr als vierstündiger Wahl Krone und Schärpe, die sie als neue Miss Hessen ausweisen.

1190 Punkte holt sie - daran sieht man deutlich, dass die prominent besetzte Jury große Stücke auf die junge Frau hält. Denn das sind fast doppelt so viele Zähler wie die Zweitplatzierte, die 28-jährige Naima Diesner aus Kassel, auf sich vereinigen kann. Die Ärztin erhält 600 Punkte. Auf Rang drei landet die Frankfurterin Ethnologie-Studentin Paulina Eliza Pläger (22). Die amtierende Miss Marburg erreicht 540 Punkte.

Glückstränen fließen

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Saida Rovcanin, die nach dem Sieg erstmal den Glückstränen freie Bahn lässt, erklärt im Gespräch mit dieser Zeitung, dass sie sich in den vergangenen beiden Wochen mit Catwalk-Training intensiv vorbereitet hat. "Das ganze Training hat sich jetzt ausgezahlt", freut sie sich. Insgesamt streiten an diesem Samstag 17 junge Frauen um den begehrten Titel. Die jüngste, Lara-Chiara Behr aus Frankenberg und eine der Gewinnerinnen der Miss-Marburg-Wahl, ist gerade einmal 18 Jahre alt. Naima Diesner, die Zweitplatzierte, ist die älteste Kandidatin.

In mehreren Durchgängen flanieren sie über den Catwalk, erst in Abendmode, dann im sexy Sommer-Look, dem "Ersatz" für die in diesem Jahr erstmals wegfallende Bikini-Runde. Außer Konkurrenz findet diesmal auch ein Durchgang im eigens designten Fantasy-Kleid statt. Paulina Pläger macht dort mit ihrem Dress beispielsweise auf Umweltverschmutzung aufmerksam. Andere der jungen Frauen präsentieren sich als Superheldinnen, andere einfach nur umwerfend schick.

Moderiert wird die Show wie auch in den vergangenen Jahren von einem wahren Urgestein der Branche: dem Gladenbacher Lutz Riemenschneider. Erst am Freitagabend stand er in Kassel auf der Bühne. Dort wurde die Miss Nordhessen gekürt. Die Siegerin Sarah Milewski ist auch in Gießen dabei. "Ich finde das super", sagt sie. "So kann ich mich direkt nochmal unter Beweis stellen." Von Müdigkeit ist bei ihr keine Spur.

Organisiert wird die Miss-Hessen-Wahl der Miss Germany Corporation wie auch die vorangehenden Städte-Wahlen seit jeher von William Balser - auch er ist wie Riemenschneider eine feste Größe in der Szene. "Damals" in den 90ern habe er Heidi Klum nach Mittelhessen geholt, erzählt der Moderator. Damals für eine Gage von 2000 Mark.

Neben Balser sitzen weitere Promis in der Jury. Schauspieler Prashant Jaiswal ist etwa dabei, oder die "Deutschland sucht den Superstar"-Teilnehmer Viviana Grisafi, Natalie Ehrlich und Leandro Aponte. Ein Großteil von ihnen tritt im Laufe des Nachmittags auch auf, performt, singt, macht Selfies mit den Fans. In der Jury sitzt auch die Vogelsbergerin Monja Möser. Sie ist Miss Mitteldeutschland 2017, kennt also auch die andere Perspektive oben auf dem Laufsteg. Sie achtet auf das Gesamtpaket der jungen Frauen, "Das muss einfach stimmen", sagt sie.