Prüfungen der Darmstädter Hochschulen in Corona-Zeit

aus Coronavirus-Pandemie

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Neben der Mensa in der Schöfferstraße hat die Hochschule Darmstadt nun ein Zelt errichtet, um dort Prüfungen des Sommersemesters abzunehmen. Foto: Guido Schiek

Durch die Pandemie müssen die Studenten bei ihren Klausuren Abstand einhalten. Die üblichen Prüfungsräume reichen dafür nicht aus. HDA und TU behelfen sich nun anders.

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. Darmstadt. Im August begann die Prüfungsphase des Sommersemesters an der Hochschule Darmstadt (HDA). Wegen der Corona-Abstandsregelungen werden die Leistungen nun in den Mensen, größeren Vorlesungsräumen und nun auch in einem Zelt vor der Hochschulmensa in der Schöfferstraße abgenommen.

Ende Juli wurde das etwa 1000 Quadratmeter große Zelt aufgebaut, es bietet Platz für hundert Studenten. Seit August laufen die Examen an der HDA, die erste Prüfung im Zelt wurde bereits vor zwei Wochen geschrieben. Dort wurden Tische mit einem Abstand von anderthalb Metern aufgestellt, eine zuluftbetriebene Klimaanlage sorgt für niedrige Temperaturen und Frischluft im Zelt. "Deshalb sind die Temperaturen im Zelt sogar angenehmer als in den Räumen einiger Fachbereiche, die nicht klimatisiert sind", sagt HDA-Pressesprecher Nico Damm.

Insgesamt sollen in der Prüfungsphase bis Ende September rund 700 Klausuren an der Hochschule geschrieben werden. Mündliche Prüfungen werden, wenn möglich, digital abgehalten.

Generell gibt es feste Hygieneregeln für den Prüfungsbetrieb an der Hochschule. Bevor die Studenten ein Gebäude betreten, müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz aufsetzen, beim Betreten des Prüfungsraumes desinfizieren sie ihre Hände. Auf dem jeweiligen Tisch liegt eine Einwegtischdecke, die nach dem Gebrauch ausgetauscht wird. Während der Prüfung selbst müssen die Studierenden keine Maske tragen, doch "viele behalten sie auch während der Klausur auf".

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Auch an der Technischen Universität (TU) wurden Lösungen gefunden, um die aktuelle Prüfungsphase möglichst reibungslos zu bewältigen. Dafür werden neben den üblichen Räumen auch die Mensa in der Stadtmitte und eine provisorische Halle auf der Lichtwiese genutzt. Die Konstruktion war als Ausweichgebäude errichtet worden, für den Fall, dass Lehrveranstaltungsräume saniert oder umgebaut werden.

Um nach dem Hygienekonzept handeln zu können, haben sich an der TU die benötigten Räume und somit auch der Bedarf an Aufsichtspersonen verdreifacht.

Da viele Klausuren des Wintersemesters bereits vor dem Lockdown Mitte März geschrieben wurden, mussten an der Technischen Universität nur ein Drittel der Prüfungen verschoben werden. Sie wurden von Mitte Mai bis Mitte Juli abgelegt, bevor dann lediglich zwei Tage später die Prüfungsphase des Sommersemesters begann. Überschneidungen von Prüfungen gab es nur vereinzelt.

Insgesamt sollen die Prüfungen an der TU bis Mitte Oktober beendet sein. So wird es eine kurzzeitige Überlappung mit dem kommenden Wintersemester geben, das im Oktober beginnt. Die Vorlesungen starten allerdings erst im November.