Herbsttagung des Vereins für Heimatkunde Bad Kreuznach

(red). Einem verschwundenen Adelspalast und der Heiratspolitik europäischer Dynastien widmet sich die Herbsttagung des Vereins für Heimatkunde im Haus des Gastes am Samstag,...

Anzeige

BAD KREUZNACH. (red). Einem verschwundenen Adelspalast und der Heiratspolitik europäischer Dynastien widmet sich die Herbsttagung des Vereins für Heimatkunde im Haus des Gastes am Samstag, 12. November, ab 14.30 Uhr. Als Ende der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts die Reste des Simmerner Hofes abgerissen wurden, erinnerte nur ein bescheidenes Schild daran, dass 1670 der letzte regierende Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz ab 1670 seine Residenz von Sobernheim nach Kreuznach verlegt hatte. Seiner Frau habe er ein „neues Haus“ gebaut, das 1689 von den französischen Truppen zerstört worden sei.

Tatsächlich hat die Stadt selbst im Zuge der Stadtsanierung dieses Gebäude ebenso wie andere im Bereich Hochstraße abgerissen. Beim Abriss erinnerte nichts mehr daran, dass hier vor 300 Jahren ein pompöser Palast gestanden hatte, der einst für Maria Henriette von Nassau-Oranien, der Ehefrau des Pfalzgrafen, errichtet worden war.

Dr. Fritz Schellack arbeitet in seinem Vortrag nicht nur die Kreuznacher Episode auf, sondern zeigt insbesondere auch die dynastischen Verflechtungen auf, durch die Maria, die Tocher Friedrich Heinrich von Oraniens, an die Nahe kam.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.