Erster Corona-Fall im Landkreis Bad Kreuznach

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Coronavirus Symbolfoto: vchalup - stock.adobe

Im Landkreis Bad Kreuznach ist der erste Coronavirus-Fall bekannt geworden. Vorsorglich bleiben zwei Bad Kreuznacher Schulen geschlossen.

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BAD KREUZNACH. Im Landkreis Bad Kreuznach gibt es den ersten bestätigten Fall einer Corona-Erkrankung. Zwei große Bad Kreuznacher Schulen wurden deshalb bis auf weiteres geschlossen. „Seit Dienstagmittag wissen wir, dass das Coronavirus auch den Landkreis Bad Kreuznach erreicht hat“, erklärt Gesundheitsdezenernt Hans-Dirk Nies. Bei einer Person sei die Erkrankung am späten Vormittag nachgewiesen worden. Daraufhin wurde das Gesundheitsamt über den ersten bestätigten Fall informiert. Neben dem bereits nachgewiesenen Fall zeigten, so Nies, auch die beiden weiteren Familienmitglieder des Erkrankten Symptome.

Aus diesem Grund bleiben vorsorglich das Gymnasium am Römerkastell und die IGS Sophie-Sondhelm in Bad Kreuznach in Abstimmung mit den beiden Schulleitungen vorläufig geschlossen. Am Dienstagnachmittag wurden die Schüler nach Hause geschickt. Die Dauer der Schließung steht noch nicht fest. Sie betrifft auch die Sekretariate. Der Kindergarten in Roxheim (VG Rüdesheim/Kreis Bad Kreuznach) bleibt aufgrund eines Verdachtes auf Coronavirus am Mittwoch geschlossen. Weitere Informationen wollen die Behörden im Laufe des Mittwoch bekanntgeben.

Nies: „Es war nur eine Frage der Zeit.“

„Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch unser Landkreis den ersten Fall vorweist. Grund zu Panik besteht aber auch jetzt nicht“, schätzt der Gesundheitsdezernent die Lage ein. Die Bevölkerung könne den größten Anteil dazu leisten, eine unkontrollierte Ausbreitung zu unterbinden. „Ruhe bewahren und die richtige Handhygiene sind wichtige Faktoren, um das eigene Infektionsrisiko zu vermindern und zugleich die Infektionsketten zu unterbrechen“, so der Gesundheitsdezernent.

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Behörden und medizinische Einrichtungen seien gut vorbereitet und könnten nun davon „beim Umsetzen der nächsten Schritte profitieren“, sagt Nies. Der Erkrankte wohnt mit seiner Familie in Langenlonsheim. Der Sohn des Mannes, bei dem das Coronavirus nachgewiesen wurde, besucht das Gymnasium am Römerkastell. Auch er weist Anzeichen der Erkrankung auf. Um eine mögliche Ausbreitung in der Schule und der benachbarten IGS Sophie Sondhelm – die Schüler beider Schulen teilen sich auch eine Mensa – zu unterbinden, bleiben beide Schulen vorläufig geschlossen.

Auch die Frau des betroffenen Mannes weise Symptome auf, teilt das Gesundheitsamt weiter mit. Bei Ehefrau und Sohn wird eine Diagnostik durchgeführt, die Ergebnisse der Untersuchung werden am Donnerstag erwartet.

Patient bereits in Quarantäne

„Es gehört zu einer der wichtigsten Kernaufgaben des Gesundheitsamtes, Infektionsketten in einer Pandemie zu durchbrechen“, bemerkt Gesundheitsamtsleiter Dr. Ernst-Dieter Lichtenberg. Wie üblich in solchen Fällen erfolge umgehend eine Separierung des Erkrankten. „Nur so kann es gelingen, die weitere Ausbreitung zu unterbinden“, so Dr. Lichtenberg weiter. Darüber hinaus werde die Infektionskette nachvollzogen.

„Woher kam die Infektion und mit welchen Personen stand der Betroffene als potentieller Überträger in den vergangenen Tagen in Kontakt? Antworten auf diese Fragen würden jetzt durch das Gesundheitsamt ermittelt, um die Infektionskette „erfolgreich durchbrechen zu können“, sagt Lichtenberg. Der Patient steht, wie seine Familienmitglieder, unter ärztlicher Aufsicht und wurde bereits in häusliche Quarantäne versetzt.

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Elternrundschreiben der IGS Sophie Sondhelm

Die IGS Sophie Sondhelm unterrichtete am Dienstagnachmittag mit einem Elternrundschreiben. Der Schüler des benachbarten Gymnasiums, der im Verdacht stehe, das Cornavirus in sich zu tragen, habe sich in Räumen der IGS, im Kiosk und der Mensa aufgehalten. Das Gesundheitsamt hat die Schließung beider Schulen angeordnet. Die Schließung bleibe solange aufrechterhalten, bis eine Klärung durch das Gesundheitsamt erfolgt sei. Sollte der Test positiv verlaufen, dann bleibe die Schule voraussichtlich für 14 Tage geschlossen.

Von Thomas Haag