„Dziekuje Marius!“

Gruppenbild mit Dame: Schulleiterin Heike Hauneschild-Bentemann (r.) mit Schülern und Lehrern vor dem Polenmobil.Foto: Röka  Foto: Röka

(red). Abiturklausuren und anstehende mündliche Abiturprüfungen – all das fordert die Abiturienten des Jahrgangs 13 eigentlich schon voll und ganz. Doch wer glaubt, dass bei...

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ALZEY. Abiturklausuren und anstehende mündliche Abiturprüfungen – all das fordert die Abiturienten des Jahrgangs 13 eigentlich schon voll und ganz. Doch wer glaubt, dass bei den Abiturienten des Gymnasiums am Römerkastell „die Luft raus ist“, wurde in den vergangenen Wochen eines Besseren belehrt.

So war im Rahmen der Unterrichtsreihe „Deutsch-polnische Beziehungen“ das sogenannte Polenmobil zu Gast. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein Fahrzeug des Deutschen Poleninstituts, mit dessen Hilfe Schülern in ganz Deutschland die Kultur, Geschichte und Sprache Polens näher gebracht wird.

Bei Schülern Reiselust geweckt

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Über Spiele, Quizrunden und einfach nur Gespräche vermittelten Carolina Ott und Marius Flunt vom Polenmobil den Schülern Wissenswertes über das Nachbarland. So erfuhren die Abiturienten beispielsweise, wie man ein einfaches Gespräch auf Polnisch führen kann und konnten sich anschließend bei ihrem Sprachlehrer Marius Flunt für die Übungseinheit bedanken: „Dziekuje Marius!“ Dank des Polenmobils erlebten die Schüler zusammen mit Ihrem Geschichtslehrer Marek Dworaczek einen sehr interessanten und vor allem unterhaltsamen Schultag. Einen, der noch dazu besonders nachhaltig sein könnte. Denn manch einen Schüler reizt es nun, das Neugelernte vielleicht schon bald bei einer Reise nach Polen anzubringen und sich bei dieser Gelegenheit selbst ein Bild von der Schönheit der Städte zu machen. Dann dürfen natürlich auch die von Ott und Flunt angepriesenen Nationalgerichte Pierogi oder Bigos nicht auf dem Teller fehlen.

Um Einblicke in die große Welt – allerdings in ganz anderer Hinsicht – ging es auch bei einer weiteren Infoveranstaltung, die sich an die 142 angehenden Abiturienten des Gymnasiums richtete. Unter dem Titel „Reif für die große Welt?!“ wurden ihnen wichtige Fertigkeiten für die Bewältigung anstehender Herausforderungen im alltäglichen Leben nach dem Abitur vermittelt. So informierten drei Mitarbeiterinnen des Finanzamts Bingen-Alzey die angehenden Berufseinsteiger über viel Wissenswertes rund um das Thema Steuern. Fragen wie „Was kostet mich die Versicherung?“, „Wie versichere ich mich?“, aber vor allem „Wann greift die Versicherung?“ wurden von Thorsten Haller und Marco Schreiber von der Debeka Worms beantwortet.

Und dann gab es noch ein Highlight am Röka, bei dem es die Schüler selbst waren, die die Antworten lieferten: die Vernissage des kooperativen Kunst-Leistungskurses des Gymnasium am Römerkastell und des Elisabeth-Langgässer Gymnasiums. Ausgestellt wurde eine Auswahl der Werke, die im Laufe der vergangenen Oberstufenjahre entstanden sind. Nachdem Schulleiterin Heike Hauenschild-Bentemann und Kunstlehrer Horst Emrich die musikalisch untermalte Veranstaltung eröffnet hatten, führten mit Wiona Donsbach und Max Schneider zwei Schüler des Leistungskurses Bildende Kunst die Gäste in die Ausstellung ein und lieferten Erklärungen zu den ausgestellten Werken. Barock, Renaissance oder Kubismus sind nur einige der vielen Kunstrichtungen, mit denen sich die Schüler auseinander gesetzt haben. In eigenen Werken haben sie unterschiedliche Bildauffassungen verwirklicht und mit Maltechniken, wie Aquarellmalerei, Tusche- oder Kreidezeichnung auf das Papier gebracht. Im Zentrum der Vernissage standen großformatige Bilder, die mit ihrer bildnerischen Gewalt die Aufmerksamkeit der Gäste auf sich zogen.