Comic-Workshop für Alzeyer Röka-Schüler

Christina Hendrich und Christian Eich halfen den Jugendlichen bei ihren Kunstprojekten. Foto: Röka

Comics als Gesprächsbrücke für ernste Themen? Zur Wanderausstellung im KZ Osthofen arbeiten Alzeyer Röka-Schüler im Workshop das Thema Menschenrechte künstlerisch auf.

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ALZEY/OSTHOFEN. Mensch und Rechte: Unter dem Motto dieses cleveren Wortspiels, das sich an den Titel der aktuellen Wanderausstellung der Bildungsstätte Anne Frank anlehnt, stand der Comic-Workshop zum Thema Menschenrechte, der vom 22. bis zum 24. Oktober in der Gedenkstätte KZ Osthofen stattfand. Geleitet wurde die Veranstaltung, an der 19 Schüler des Gymnasiums am Römerkastell Alzey unter der Begleitung von Christina Hendrich und Christian Eich teilnahmen, von dem Hamburger Künstler Moritz Stetter.

Veranstaltende waren der Förderverein der Gedenkstätte KZ Osthofen und die Landeszentrale für politische Bildung.

Die Jugendlichen beschäftigten sich zum Einstieg mit der Wanderausstellung der Bildungsstätte Anne Frank. Nach diesem Input zum Thema Rassismus, Diskriminierung und Menschenrechte setzten sich die jungen Künstler an ihre Arbeit und entwarfen kürzere oder längere Comics zu einem Thema, das sie frei wählen konnten. So entstanden verschiedenste und sehr persönliche Bilderfolgen zu wichtigen und präsenten Themen wie beispielsweise Altersarmut, Diskriminierung, Erdogan und Chancengleichheit. Auch ein Blick in die Geschichte erfolgte bei dieser Auseinandersetzung.

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Während der Planung und Gestaltung dieser politischen Comics fand ein reger kreativer und konstruktiver Austausch zwischen den Jugendlichen untereinander und mit Moritz Stetter statt; es wurden Meinungen und Ansichten geteilt und man konnte deutlich spüren, dass die momentane politische und soziale Situation auch – oder gerade – der Jugend nicht egal, sondern ganz im Gegenteil ein wesentlicher Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit ist.

Ziel des Comic-Workshops, gerade in Verbindung mit der Wanderausstellung, war es, ein Bewusstsein für momentane politische und soziale Themen zu schaffen und Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Wahl des Comics als Medium schuf Raum für große künstlerische Freiheiten und vielfältige Ausdrucksmöglichkeiten. Die Kunstform Comic schafft zudem eine Gesprächsbrücke zwischen den Generationen und sensibilisiert so auf originelle Art und Weise für ernste und wichtige Themen.

Der Workshop war Teil der intensiven Kooperation zwischen dem Gymnasium am Römerkastell und der Gedenkstätte KZ Osthofen, diesjährig ergänzt durch einen selbst erarbeiteten Rundgang eines Geschichtskurses aus der Jahrgangsstufe 13 und den geführten Gedenkstättenbesuch aller zehnten Klassen.

Die Autorin ist Schülerin des Gymnasiums am Römerkastell.

Von Emelie Hatzenbühler