Alzeyer Löwenschule wegen Magen-Darm-Infekt geschlossen

Seit Montag ist die Löwenschule in Alzey für den Schulbetrieb geschlossen.                 Foto: pakalski-press/Boris Korpak

Nachdem mehrere Schüler und Lehrer unter akutem Brechdurchfall leiden, ordnet das Gesundheitsamt am Freitag die Schließung der Einrichtung an. Doch nicht für lange.

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ALZEY. Nachdem sich mehrere Schüler und Lehrkräfte der Alzeyer Löwenschule mit einem Magen-Darm-Virus infizierten, veranlasste das Gesundheitsamt der Kreisverwaltung bereits am vergangenen Freitag die Schließung der Einrichtung. Rund 30 Personen seien laut Angaben der Kreisverwaltung, die erst am Montagmittag über das Ausbruchsgeschehen und die Schließung informierte, erkrankt. Schon ab dem heutigen Dienstag jedoch soll der Betrieb in der Schule mit Schwerpunkt auf ganzheitliche Entwicklung wieder aufgenommen werden. Unter Bedingungen.

Da sich das Infektionsgeschehen in der Einrichtung als „sehr diffus“ darstellte, reagiert man seitens der Behörde am Freitag mit der Schulschließung. Mehrere Schüler und Lehrkräfte klagten über akuten Brechdurchfall. Wie viele Personen genau betroffen sind, lasse sich auch am Montag nicht genau beziffern, erklärt Pressesprecherin Simone Stier am Montagmittag. „Die Anzahl ändert sich ständig.“ Ob es sich bei dem grassierenden Infekt um das Norovirus handele, könne ebenfalls nicht eindeutig gesagt werden, so Stier weiter.

Schulschließung bereits wieder aufgehoben

Ziel der behördlichen Schließung der Förderschule sei es gewesen, bis zur Klärung des Ausbruchsgeschehens keine weiteren Personen in Gefahr zu bringen. Für Verwirrung sorgte augenscheinlich, dass sich nicht Schüler und Lehrkräfte eines Klassenverbands mit dem Magen-Darm-Infekt ansteckten, sondern sich das Infektionsgeschehen Klassen- und Stockwerkübergreifend darstellte. Um bis zur Klärung der Infektionslage in der Einrichtung keine weiteren Schüler und Lehrkräfte zu gefährden, entschied das Gesundheitsamt deshalb, dass die Förderschule am Montag geschlossen bleibt. Das Schulgebäude, so die Kreisverwaltung weiter, wurde am Montag grundgereinigt und desinfiziert.

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So drastisch, wie sich die Lage in der am Montag veröffentlichten Pressemitteilung liest, scheint es tatsächlich aber nicht zu sein. Zumindest von langer Dauer ist die behördlich angeordnete Schulschließung nicht. Schon zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Pressemitteilung über die angeordnete Schulschließung ist auf der Homepage der Löwenschule zu lesen, dass die Verfügung des Gesundheitsamts bereits wieder aufgehoben wurde.

„Tägliche Wischdesinfektion von Kontaktflächen“

Begründet wird die Aufhebung der behördlichen Anweisung damit, dass „während der zu erwartenden Inkubationszeit nur vereinzelt weitere Fälle aufgetreten“ seien, wie es in einem offiziellen Schreiben des Gesundheitsamts heißt, das auf der Schulhomepage einsehbar ist. Es sei davon auszugehen, dass die Infektionskette durch die angeordnete Schließung unterbrochen worden sei. „Aus diesem Grund kann der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden.“

Allerdings unter Bedingungen: So dürfen Schüler und Lehrkräfte, die Magen-Darm-Symptome hatten, die Löwenschule erst dann wieder betreten, wenn sie mindestens 48 Stunden lang symptomfrei sind. Zudem werden die Hygienemaßnahmen in der Schule verschärft. Bei Kontakt mit „potenziell infektiösem Material“ seien Schutzmaßnahmen zu treffen. Auf regelmäßige Handhygiene sei zu achten und für die nächsten sieben Tage eine „tägliche Wischdesinfektion von Kontaktflächen“ vorgeschrieben.