Petrus-Canisius in Gonsenheim: Benefizkonzert für neue Orgel

Schmerzliche Ausfälle wegen Corona: Gemeindepfarrer und Behindertenseelsorger Helmut Bellinger. Archivfoto: hbz/Michael Bahr

(red). Vor einem halben Jahr, kurz bevor die Corona-Krise rasant ihren Lauf nahm und das kulturelle wie auch kirchliche Leben lange erstarren ließ, startete an der Gonsenheimer...

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GONSENHEIM. Vor einem halben Jahr, kurz bevor die Corona-Krise rasant ihren Lauf nahm und das kulturelle wie auch kirchliche Leben lange erstarren ließ, startete an der Gonsenheimer Canisius-Gemeinde ein ehrgeiziges Spenden-Projekt – mit dem Ziel, die alte marode Kirchenorgel zu neuem Leben zu erwecken. Die Kalkulation: Man benötigt etwa 100 000 Euro für ein gebrauchtes neuwertiges Instrument, denn die Sanierung der alten, kaum spielbaren Orgel ist laut Gutachten unwirtschaftlich.

Für frischen Wind will nun der Orgelausschuss um Maike Wilk und die Kirchenmusikerin Mechthild Bitsch-Molitor sorgen: mit einem öffentlichen Benefizkonzert am Sonntag, 6. September (Beginn: 17 Uhr)– eine Premiere. Ein Quartett unter Leitung der Organistin spielt Werke von Vivaldi, Telemann, Bach und Ibert. Zwei der Musikerinnen sind selbst Gemeindemitglieder. Pfarrer Helmut Bellinger legt viel Wert auf Corona-Regeln: also Abstand und Mund-Nasen-Schutz beim Betreten und Verlassen der Kirche. Mit dem Konzerterlös erhofft man sich in der mitgliederstarken, jungen Gemeinde einen neuen Schub fürs Orgelprojekt (derzeitiger Spendenstand: ca. 29 000 Euro). Zugleich möchte Bellinger „wenigstens zum Teil“ die seit Monaten schmerzlich fehlenden gottesdienstlichen Kollekteneinnahmen ausgleichen – sowie zusätzlich anfallende, beträchtliche „Corona-Kosten“.