Wenig Neues aus Köln

aus Tatort & Polizeiruf 110

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Ballauf (Klaus J. Behrendt, l) und Schenk (Dietmar Bär) zeigen ihre Dienstausweise.

Restaurantbrand, Nachbarschaftsverhältnisse und Abhängigkeiten – die Kölner „Tatort“-Kommissare Ballauf und Schenk ermitteln in einem wenig spannenden Fall.

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Köln. Eine Demo Rechtsextremer durch ein multikulturelles Stadtviertel in Köln gerät aus dem Ruder. Das persische Restaurant „Wunderlampe“ steht in Flammen. Angezündet von einem der Hooligans. Dieser wird jedoch am nächsten Morgen tot in den ausgebrannten Räumen vorgefunden. Erschlagen.

Die Kölner Ermittler Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) finden heraus, dass es sich bei dem Brandstifter um Niko Raschke handelt: ein ehemaliges Mitglied der Rechtsextremisten-Szene, das nach einer Haftstrafe als Küchenkraft in der „Wunderlampe“ arbeitete. Im Gefängnis hatte er gesessen, weil er den Betreiber eines türkischen Lokals zusammengeschlagen hatte. „Und dann heuert er in einem persischen Restaurant an – das passt doch hinten und vorne nicht.“ Darin sind sich Ballauf und Schenk einig. Nach und nach arbeiten sie sich durch ein Dickicht aus Nachbarschaftsverhältnissen und Abhängigkeiten – mit Schenk auch noch mit einer familiären Komponente: Denn die „Wunderlampe“ ist das Restaurant des neuen Partners seiner Tochter Sonja (Natalie Spinell).

So richtig packt er einen nicht, der nun schon 85. Fall des Duos Ballauf und Schenk. Weder die Handlung noch die Figuren. „Schutzmaßnahmen“ unter Regie von Nina Vukovic kommt weder besonders spannend noch besonders überraschend daher. Irgendwie wirkt es, als habe man den Fall so oder so ähnlich schon in zig verschiedenen Varianten zuvor gesehen. Ebenfalls nichts Neues: Während Schenks Tochter zuvor schon mal Teil des „Tatort“-Ensembles war, wird Schenks Frau wohl auf ewig ein Phantom bleiben. Diesmal ist sie mit einer Freundin in Spanien.

Wer eine Wunderlampe hat, hat bekanntlich Wünsche frei. Im Fall vom Kölner „Tatort” „Schutzmaßnahmen“ wäre der Wunsch zum Umschalten durchaus nachvollziehbar.

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Das Erste zeigt den „Tatort: Schutzmaßnahmen” am Sonntag, 1. Januar, um 20.15 Uhr.