Närrischer Kreppelkaffee im Gemeindesaal von Maria-Hilf

Gruppenfoto mit Prinzenpaar – eine Paraderolle für Heribert und Karin Götz. Foto: hbz/Jörg Henkel  Foto: hbz/Jörg Henkel

„Maria Hilf wird 90 Jahr’ – und präsentiert ein Prinzenpaar.“ Die Senioren begrüßten beim närrischen Kreppelkaffee im Gemeindesaal zwei fastnachtsbegeisterte...

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KOSTHEIM. „Maria Hilf wird 90 Jahr’ – und präsentiert ein Prinzenpaar.“ Die Senioren begrüßten beim närrischen Kreppelkaffee im Gemeindesaal zwei fastnachtsbegeisterte Tollitäten: Prinzessin Carina und Prinz Harry – für Heribert und Karin Götz eine Paraderolle. Da können Hannelore Daum, Hannelore Dötsch und Heidi Bordiehn ihr komödiantisches Talent auf der närrischen Rostra ausleben. Und Musikus Gerold Dötsch erhält aus der Hand der charmanten Prinzessin nicht nur den ersten Seniorenorden ausgehändigt, sondern lässt sich auch gerne von ihr küssen.

Heide Bordiehn moderiert den Nachmittag

Urgestein Heidi Bordiehn hat auch für die diesjährige Fastnachtskampagne ein vierfarbbuntes Programm zusammengestellt, bei dem sie nicht nur die Moderation übernimmt. Und wenn die leckeren Kreppel munden, bietet es sich auch an, dem faustgroßen Siedegebäck lyrisch seine Aufmerksamkeit zu erweisen. So würdigte Margot Schmitt in ihrem Gedicht dem „im Fett schwimmenden und anschließend mit viel Zucker bestreuten Meisterstück“ ihre Reverenz. Nach der „jokusialen Leibspeisung“ beschwörte Tilly Weißenberger in ihrem selbstgetexteten Lied die 90-jährige Ära der Pfarrei Maria Hilf, 1927 gegründet. Da wurden Erinnerungen an das triste „Schlampeshausen“ wach, jenes Wohngebiet, das später von der Stadt Mainz zur Gartenstadt erklärt wurde. Mit einem Lied erinnerte sie an den ersten Pfarrer Friedrich Fendel. Die Zeitrevue begeisterte auch Pfarrer Gottfried Scholz.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt von Hildegard Hartmann, ein echtes Meenzer Meedcher, das seit vielen Jahren in Höchst im Odenwald lebt. Die in Kostheim liebevoll als „Tante Hildegard“ bezeichnete Kokolores-Rednerin lobte in ihrem Vortrag „das allerbeste Publikum der Welt“. Die Kostheimer „Wingertsknorze“, die Paare Monika und Michael Fuchs sowie Gerhard und Ellen Schier, brachten Mainzer Lokalkolorit gepaart mit musikalischem Frohsinn in die Narrhalla. Kein Auge trocken blieb auch beim Vortrag von Otto Neumüller, der sich als „Selfmademan“ doch etwas schwertat.

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Einen beschwingten Tanz servierte auch in diesem Jahr das Gardeballett der Wiesbadener Prinzengarde. Neun Jahre jung ist Fabrice Wirth, der als „gestresster Junge“ den ungeschickten Umgang der älteren Generationen mit Kommunikationsmitteln bespöttelte. Da konnte sich Opa Leo Wirth nur über die Sprachfertigkeit seines Enkels, der bei der Mainzer Kleppergarde erste Erfolge verbuchte, wundern. Über Heidi Bordiehn wundert sich in Kostheim niemand mehr. Das Urgestein weiß nicht nur als „Schrubberfraa“ beim Auftritt des „Stimmbändchens“ zu begeistern, sondern auch in jeder Kampagne mit urkomischen Kokolores-Vorträgern.

Für Lachsalven und Schenkelklopfer sorgte auch das Ehepaar Karin und Heribert Götz mit ihrem „musikalischen Verhör“. Nicht minder begeisterte eine Vorführung eines „super-universellen Kleidungsstücks“. Hannelore Daum, Silvia Kopietz, Hannelore Borg und Ursel Wagner gingen als schillernde Models auf den Laufsteg. Den krönenden Abschluss boten die „Käsbach-Finken“ mit bewährten Stimmungsliedern.