Für nachhaltigeren Lebensstil

Auftritt von Casey Keth beim „Reflecta Festival“ auf der Planke Nord. Inhaltlich ging es unter anderem um ökologischen Lebensstil und bedingungsloses Grundeinkommen. Foto: hbz/Judith Wallerius  Foto: hbz/Judith Wallerius

Am Wochenende machte das „Reflecta“-Festival Halt in Mainz auf der Planke Nord. Neben Filmvorführungen gab es musikalische Beiträge und Workshops zu einem nachhaltigeren...

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MAINZ. Am Wochenende machte das „Reflecta“-Festival Halt in Mainz auf der Planke Nord. Neben Filmvorführungen gab es musikalische Beiträge und Workshops zu einem nachhaltigeren Lebensstil.

Nach einer ersten Veranstaltung vor drei Jahren öffnete am Wochenende zum zweiten Mal das „Reflecta“-Filmfestival seine Tore am Mainzer Zollhafengelände. Filme seien „ein wunderbares Mittel, Menschen zu erreichen und zu informieren“, sagt die Leiterin, Daniela Mahr. Die Organisatoren des wandernden Festivals wollen denjenigen, die Ideen für Aktionen für ein zukunftsfähiges Zusammenleben haben, eine Plattform bieten, sich auszutauschen. „Wir wollen die Menschen aus ihrer Passivität holen“, sagt Mahr. Im thematischen Fokus der zweitägigen Veranstaltung stand diesmal das bedingungslose Grundeinkommen.

Der Dokumentarfilm „Free Lunch Society“ zeigt verschiedene Ansätze der Einführung eines solchen Grundeinkommens auf der ganzen Welt und hatte am Samstagabend auf dem Festival seine Deutschlandpremiere, bevor er im September in den deutschen Kinos anläuft. Regisseur Christian Tod war zur Premiere seines Films ebenfalls nach Mainz gekommen. Für die Produktion war er unter anderem in Namibia, Alaska und San Francisco unterwegs. Dabei habe er keine negativen Entwicklungen in Bezug auf ein bindungsloses Grundeinkommen beobachten können, sagt der Volkswirt.

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Ebenfalls am Samstagabend wurden zehn themenrelevante Kurzfilme vorgeführt, die bereits im Festival-Vorfeld ausgesucht worden waren. Außerdem gab es Vorträge und Musikeinlagen.

Mit Workshops, die auf dem Festival angeboten wurden, sollten bei den Besuchern nicht nur neue Impulse gesetzt, sondern auch dazu beigetragen werden, bereits entstandene Ideen umzusetzen, hieß es vonseiten der Veranstalter. Dazu zählten Diskussionen zum bedingungslosen Grundeinkommen und einem nachhaltigeren Lebensstil. Beratungsgespräche zu effektivem Netzwerken und ein Improvisationsworkshop waren ebenfalls Teil des Programms. Vereine und Institutionen bekamen die Gelegenheit, ihre Arbeit vorzustellen – schließlich gehe es auch um die Verbindung von sozialem Engagement und Unternehmertum, sagte Daniela Mahr. Dazu wurde erst kürzlich das Onlineportal „Reflecta-Network“ gegründet, auf dem eine Kommunikation und Vernetzung zwischen den Menschen entstehen soll.

Für Daniela Mahr ist das Festival „die analoge Form des Netzwerks“, bei dem auch kreative Ideen eine Rolle spielten.