"Love Family Park" kommt 2018 nach Rüsselsheim - 20.000 Besucher erwartet

In Rüsselsheim werden zum "Love Family Park" - hier ein Bild von 2016 - rund 20.000 Fans erwartet. Archivfoto: hbz/Kristina Schäfer

RÜSSELSHEIM - Technobeats statt Entengeschnatter. Am Samstag, 28. Juli, wird das Mainvorland zu einer großen Tanzfläche, wenn erstmals das Techno-Festival „Love Family Park“ in Rüsselsheim gastiert. Bis zu 20.000 Besucher erwartet die Cosmopop GmbH aus Mannheim, die das nach eigenen Angaben älteste Tages-Open-Air der elektronischen Szene in Deutschland bereits zum 22. Mal veranstaltet.

Eintritt

Der genaue Eintrittspreis sei noch nicht festgelegt, liege aber zwischen 40 und 50 Euro. Der Vorverkauf soll noch vor Weihnachten starten, kündigt Robin Ebinger an. Dann soll es ein limitiertes Kontingent an Early Bird Tickets mit einem vergünstigten Preis geben. Weitere Informationen unter www.lovefamilypark.com.

„Rüsselsheim war unser Wunschort“, sagt Robin Ebinger, Marketingleiter bei Cosmopop, der nach den Gesprächen mit der Stadtverwaltung die „sehr positive allgemeine Grundhaltung“ lobt. „Die Stadt begreift das Festival als Chance und sieht, welche Bedeutung das haben kann.“ Verläuft die Premiere gut, würden sie gerne weiterhin in Rüsselsheim bleiben. Der Magistrat wolle nach der Bewertung entscheiden, ob „Love Family Park“ weiterhin in Rüsselsheim bleibt, heißt es dazu in einer Mitteilung. Kosten entstehen der Stadt durch das Festival nicht, es erfolge lediglich eine personelle Unterstützung.

Hanau hätte Veranstaltung gerne behalten

Weitere Meldungen

Ebinger freut sich, dass die Veranstaltung nun wieder am Main auf einer Wiese stattfinden könne und nicht auf einem asphaltierten Parkplatz, wie von 2014 bis 2016 auf dem Messegelände in Mainz-Hechtsheim. Denn bis 2013 war das Festival in Hanau auf den Mainwiesen beheimatet, doch dann gab es keine Ausnahmegenehmigung mehr für die Nutzung der im Landschaftsschutzgebiet liegenden Fläche. Selbst ein Begehr an den Petitionsausschuss im Land habe daran nichts ändern können, erinnert sich Güzin Langner, Sprecherin der Stadt Hanau. „Wir haben uns parteiübergreifend für den Verbleib eingesetzt, wir hätten das Festival gerne behalten.“ Hanau habe die Veranstaltung als Möglichkeit gesehen, sich als Stadt für jedes Alter zu positionieren.

Ganz so positive Erinnerungen hat man in Mainz dagegen nicht. Dort war man zuletzt nicht mehr zu einer Einigung gekommen, so dass 2017 „Love Family Park“ ausfallen musste. Der Geschäftsführer der Mainzer Messegesellschaft, Karl Strack, sprach von Finanzierungs- und Terminproblemen, machte aber auch keinen Hehl daraus, dass es immer auch ein gewisses Konfliktpotenzial gegeben habe. Sowohl was den Zustand der Fläche anbelangt als Lärmbeschwerden aus der Nachbarschaft.

20 nationale und internationale DJs

Für die Lautstärke gebe es ganz klare Auflagen, die permanent kontrolliert würden. Die digitale Technik helfe, einen bestimmten Raum exakt einzupegeln, erläutert Ebinger. Dies ermögliche es auch, dass vier Bühnen auf der Fläche zwischen Bootshaus und Landungsplatz aufgestellt werden sollen, auf denen rund 20 nationale und internationale DJs auflegen werden. „Das ist außerdem eine Tagesveranstaltung, wir klauen niemand die Nachtruhe“, verweist er auf die Veranstaltungszeit von 10 bis 22 Uhr.

Ebinger verspricht zudem, dass eventuelle Flurschäden wieder behoben und das Gelände auch aufgeräumt werde. Nach Angaben der Stadt Hanau seien die Wiesen zwar mitgenommen, aber nicht nachhaltig zerstört gewesen. In Rüsselsheim sei die „Wiedergutmachung von Schäden im Gelände“ schriftlich mit dem Veranstalter vereinbart. Wie groß die Benutzungsspuren seien, hänge von der Witterung ab.

Untere Naturschutzbehörde prüft

Welche Auflagen es gegebenenfalls hinsichtlich des Naturschutzes gibt, sei Entscheidung der Unteren Naturschutzbehörde, die den Antrag auf Ausnahmegenehmigung zur Nutzung des Areals prüfen werde, heißt es auf Nachfrage von der Stadtverwaltung. „Grundsätzlich wird die Veranstaltung auf dem Mainvorland als durchführbar eingeschätzt, zumal die gleichen Flächen im Mainvorland beispielsweise bereits beim Hessentag, dem Klassikertreffen und den Mainlandgames genutzt wurden.“

Ebenfalls noch nicht im Detail erarbeitet seien die Verkehrsführung und mögliche Parkplätze. Der Veranstalter müsse ein Konzept vorlegen, sagt die Stadtverwaltung. Ebinger rechnet damit, dass die meisten Besucher mit dem öffentlichen Nahverkehr kommen werden.

Diese Webseite verwendet Cookies, um Dienste bereitzustellen, Anzeigen zu personalisieren und Zugriffe zu analysieren. Informationen darüber, wie Sie diese Webseite verwenden, werden an Google weitergegeben. Durch die Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
Zustimmen