Guinness-Weltrekord auf Bahnschienen? Universität Mainz macht Teilchenbeschleuniger-Versuch

Von Lisa Maucher

Über die Schienen am Uni-Campus werden sich beim Weltrekordversuch am Sonntag, 11. Juni, keine Mainzelbahnen, sondern Stahlkugeln bewegen. Archivfoto: hbz/Harald Linnemann

MAINZ - Mit dem Aufbau des größten magnetischen Kugelbeschleunigers der Welt hat die Johannes Gutenberg-Universität (JGU) für Sonntag, 11. Juni, einen Weltrekordversuch bei Guinness angemeldet. Auf 500 Metern sollen Stahlkugeln mithilfe von Magneten beschleunigt werden. Und das auf Schienen der Mainzelbahn am Uni-Campus, die extra für den Versuch für den Verkehr gesperrt werden.

Termin

Am Sonntag, 11. Juni, um 11.30 Uhr beginnt der Weltrekordversuch am Duesbergweg. Ab 10 Uhr laden die physikalischen Arbeitsgruppen zu Laborführungen und Vorträgen ein; für Kinder gibt es Mitmach- und Infostände. Kostenlose Teilnahmekarten ab jetzt unter www.weltrekord.uni-mainz.de. Restkarten vor Ort.

Organisiert wird der Versuch zum einen vom Exzellenzcluster „Prisma“ – das ist eine Abkürzung für „Präzisionsphysik, fundamentale Wechselwirkungen und Struktur der Materie“. Auf dem Campus beschäftigen sich Physiker innerhalb von „Prisma“ etwa mit den allerkleinsten Strukturen des Universums, die mit riesigen Teilchenbeschleunigern untersucht werden. Der Versuch soll erklären, wie diese Beschleuniger funktionieren und wie er diese kleinsten Strukturen sichtbar macht.

Lange Kettenreaktion

Der Versuch basiert auf grundlegenden physikalischen Prinzipien. Stahlkugeln werden durch magnetische Kräfte beschleunigt. Impulsübertragungen zwischen Kugeln verursachen eine Kettenreaktion, wie bei einer Dominokette. Diese Kettenreaktion soll 500 Meter durchhalten.

Nicht nur „Prisma“, auch die Exzellenz-Graduiertenschule organisiert den Weltrekordversuch. Dortige Forscher beschäftigen sich mit Magnetismus. An Bord geholt haben sich die beiden Organisatoren zwei Mainzer Schulen: das Rabanus Maurus Gymnasium und das Otto-Schott-Gymnasium. Die Schüler helfen beim Aufbau der Versuchsstrecke.
Mit „Prisma“ und der Exzellenz-Graduiertenschule zählt die JGU zur internationalen Forschungselite in den Bereichen Teilchen- und Hadronenphysik und Materialwissenschaften.

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