Gruppe schlägt Polizisten auf Halloween-Party zusammen

Von Michael Bermeitinger
Lokalredakteur Mainz

Polizeifahrzeuge in Rheinland-Pfalz. (Symbolfoto: Harald Kaster)

MAINZ - Ein Gewaltexzess gegen einen Polizisten an der Pyramide in Hechtsheim erschüttert nicht nur die Mainzer Polizei. Der Beamte wurde gegen 2 Uhr so schwer geschlagen und getreten, dass er das Bewusstsein verlor und schwer verletzt vom Notarzt in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

In der Nacht auf Freitag war in der Pyramide eine große Halloween-Party angesetzt und schon während des ganzen Abends war es dort immer wieder zu Polizeieinsätzen gekommen. Es ging um Körperverletzung, sogar um Raub, und permanent waren Streifenwagen unterwegs.
Gegen 2 Uhr kam es dann im Foyer der Pyramide zum Streit zwischen einer zehnköpfigen Gruppe und dem Sicherheitspersonal, bei dem auch Möbelstücke geworfen worden sein sollen. Zu diesem Zeitpunkt war dort eine Zivilstreife der Lerchenberger Polizeiinspektion 3 im Einsatz, die die Auseinandersetzung sah und einschritt.

Der 32-jährige Polizeikommissar und seine Streifenpartnerin schlichteten die Situation, forderte die Personengruppe auf, das Gebäude zu verlassen. Dem kamen die jungen Männer nach, doch den Platzverweis, also die Aufforderung, das Gelände zu verlassen, ignorierten sie – im Gegenteil.

Gezielt gegen Kopf getreten

Die aggressiven Täter umzingelten den Polizisten und griffen ihn unvermittelt an. Er versuchte noch, sich mit Pfefferspray zu verteidigen, doch die Männer prügelten los, schlugen den Kommissar brutal zusammen, bis er zu Boden ging. Und schlimmer noch: Als der Beamte am Boden lag, wurde er auch getreten. Und einer der Täter trat dem 32-Jährigen gezielt und so brutal gegen den Kopf, dass der Kommissar das Bewusstsein verlor. Die Kollegin kam gegen die Übermacht nicht an, aber als rasch weitere Polizeistreifen zur Unterstützung anrückten, flüchteten die Täter.

Allerdings war die Flucht zumindest für die vier Haupttäter schnell zu Ende. Neun Streifenwagen waren im Einsatz und noch im Nahbereich konnten die Schläger festgenommen werden. Es handelt sich um vier Männer von 16 bis 30 Jahren, wovon zwei bereits polizeilich bekannt sind. Einer wegen Drogen, der andere wegen Körperverletzung.
Auch wenn ein Tritt gegen den Kopf lebensgefährlich sein kann, geht es für die Kriminellen nach jetzigem Stand um gefährliche Körperverletzung. Sie wurden nach Feststellung der Personalien zwar auf freien Fuß gesetzt, aber das Strafmaß hat bei der gefährlichen Körperverletzung eine breite Spanne – von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

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