Chancen der ersten Halbzeit nicht genutzt: Stimmen zum 05-Heimspiel gegen den BVB
25.11.2012 - MAINZ
Von Dennis Rink
Thomas Tuchel (05-Trainer): Wir wollten mutig spielen und schauen, für was es reicht. Es hat zu vielen Torchancen gereicht, aber leider nur zu einem Tor. Und es liegt gegen Dortmund nun mal im Bereich des Möglichen, dass du zwei Gegentor kassierst und dadurch verlierst. Mit dem, was wir investiert haben, bin ich zufrieden, mit dem, was wir dafür bekommen haben, nicht. Wir sind lange einem Rückstand hinterhergelaufen und haben es leider nicht geschafft, noch ein Unentschieden draus zu machen. Vielleicht merkt man uns langsam auch an, dass uns seit Wochen zu viele wichtige Spieler fehlen.
Jürgen Klopp (BVB-Trainer): Es war ein unfassbar intensives Spiel. Mainz hat genau so losgelegt, wie wir es befürchtet hatten. Wir waren in der Anfangsphase nicht klar genug, haben den Mainzern zwei, drei Bälle in die Beine gespielt. Dann schießt Caligiuri so ein Traumtor. Danach haben wir den Faden aufgenommen, sind heiß gelaufen und haben ein richtig gutes Fußballspiel draus gemacht. Nachdem wir von ganz Europa für das Spiel in Amsterdam abgefeiert wurden, war das heute eine echte Mentalitätsprüfung, die die Mannschaft bestanden hat. Das war extrem stark.
Christian Heidel (05-Manager): Ich habe das Spiel etwas anders gesehen als mein Freund Kloppo. Wir haben in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gezeigt und hatten vier glasklare Torchancen. Bei den Gegentoren hat man die individuelle Klasse von Robert Lewandowski gesehen. Überhaupt muss man sagen, dass man in einigen Passagen gesehen hat, dass da heute Weltklasse auf dem Platz stand. Wir haben Dortmund aber trotzdem alles abverlangt. Der BVB war aber brutal effektiv. Am Ende bekommen wir wieder viele Komplimente aber keine Punkte. Wir müssen den Mund abputzen und weitermachen.
Harald Strutz (05-Präsident): In der ersten Halbzeit haben wir gut mitgehalten. Heute hadere ich etwas mit dem Glück. Andreas Ivanschitz hatte vor der Pause tolle Chancen. Nach dem 1:2 hat Dortmund nichts mehr zugelassen. Am Ende ist es das von vielen erwartete Ergebnis, aber wir haben eine gute Leistung gezeigt. Im Moment fehlt uns auch einfach etwas das Glück.
Julian Baumgartlinger (05-Spieler): Wir hätten dieses Spiel nicht zwingend verlieren müssen. Das Gegentor vor der Halbzeitpause hat uns sehr weh getan. Der große Unterschied war heute die Effektivität. Durch die Führung von Dortmund wurde es in der zweiten Halbzeit ein ganz anderes Spiel. Dortmund hat das Tempo rausgenommen und nichts mehr zugelassen. Bei unseren vielen Chancen müssen wir vielleicht einfach mehr Schüsse auf das Tor bringen. Jetzt ist es wie so oft. Wir haben eigentlich gut gespielt, stehen aber ohne etwas da.
Sven Bender (BVB-Spieler): Das war von allen ein gutes Spiel. Wir haben alles gegeben und jeder hat sich aufgeopfert. Das war ein Arbeitssieg für uns.


