FC Kaiserslautern springt auf Platz zwei - Sieg über FSV Frankfurt nach Foulelfmeter
24.11.2012 - FRANKFURT
Von Bardo Rudolf
Der 1. FC Kaiserslautern ist nach dem 15. Zweitliga-Spieltag als einzige Mannschaft im deutschen Profifußball in dieser Saison noch ungeschlagen. Während die Pfälzer am Samstagnachmittag 1:0 (1:0) beim FSV Frankfurt gewannen, verlor Spitzenreiter Eintracht Braunschweig seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit mit einer 1:3-Niederlage bei Energie Cottbus.
Das entscheidende Tor vor 10.470 Zuschauern im ausverkauften Volksbank-Stadion für den FCK erzielte Kapitän Albert Bunjaku mit einem an ihn selbst verwirkten Foulelfmeter (18. Minute). FCK-Stürmer Mo Idrissou ließ in der Folgezeit zwei klare Chancen ungenutzt und sah im weiteren Verlauf die fünfte Gelbe Karte. Deshalb ist er am Dienstag im Heimspiel gegen Regensburg gesperrt. Glück hatte Idrissou, als es nach einem Handspiel von ihm im eigenen Strafraum keinen Strafstoß für die Hessen gab (57.).
Die Stimmen zum Spiel:
Franco Foda (FCK-Trainer): Wir sind froh, dass wir bei einer heimstarken Mannschaft drei Punkte geholt haben. Im Spiel gab es Höhen und Tiefen. Die Chancenverwertung war heute mangelhaft bei uns. Der FSV hat bis zum Schluss nach vorne gespielt. Wir hätten in der zweiten Hälfte cleverer spielen müssen. In den 15 Minuten nach der Pause waren wir zu passiv.
Benno Möhlmann (FSV-Trainer): Ich denke, dass wir in den ersten Minuten gut reingekommen sind. Wir haben das aber nicht nutzen können, um ein Tor zu machen. Im Prinzip hat das die gesamten 90 Minuten gefehlt, dass wir den letzten Pass spielen. Bis zur 75. Minute haben wir die Szenen oft gut vorbereitet, aber die finale Aktion nicht gut gemacht. Der Sieg geht in Ordnung, denn es ist klar, dass Kaiserslautern sehr gute Chancen hatte.
Albert Bunjaku (FCK-Kapitän und Torschütze): Trotz des schlechten Platzes haben wir uns ein paar Chancen erarbeitet. Wir müssen effizienter werden vor dem Tor. Ich hätte mich tierisch geärgert, wenn wir hier nicht gewonnen hätten. Vielleicht fühlen wir uns nach dem 1:0 manchmal zu sicher. Ich freue mich auf Dienstag, wenn ich (wegen der Sperre des eigentliche Stürmers Mo Idrissou, Red.) einmal wieder ganz vorne spielen kann. Denn eigentlich bin ich ja ein Angreifer.
Alexander Bugera (FCK-Verteidiger): Wir haben gewusst, dass es schwer wird. Wer die Zweite Liga kennt, weiß, dass es solche Spiele gibt. In zwei Wochen fragt keiner mehr danach, wie wir hier gewonnen haben. In der ersten Halbzeit haben wir zwei gute Chancen nicht genutzt.
Florian Dick (FCK-Verteidiger): Drei Punkte, Mund abputzen und weiter geht es. Auf diesem Platz war nicht viel mehr möglich. In der ersten Halbzeit haben wir zu viel zugelassen, in der zweiten Halbzeit nicht mehr. Wir hätten den Sack früher zumachen können. Wir wollen oben dranbleiben und sind wieder in Reichweite von Braunschweig.
Steven Zellner (FCK-Mittelfeldspieler): Im Fußball zählt die B-Note nicht. Am Anfang sind wir gut reingekommen. Es gab Höhen und Tiefen. Schön, dass wir die einzige Mannschaft sind in Deutschland, die noch ungeschlagen ist.
Uwe Stöver (FSV-Geschäftsführer Sport): Die erste Halbzeit war nicht so gut, die zweite Halbzeit war verbessert. Was wir zwischen der 46. und 70. Minute gespielt hatten, war das, was zum Sieg nötig gewesen wäre. Aber auch in dieser Phase haben wir kein Tor geschossen. Da hat uns das letzte Stück gefehlt.


