Montag, 13. Februar 2012 05:53 Uhr
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Allgemeine Zeitung

Sport 

Die spektakulärsten Dopingfälle im Sport

06.07.2009

Tom Simpson bei der Tour de France 1967: Der Engländer kollabiert beim Anstieg zum 1912 Meter hohen Mont Ventoux und stirbt. In Simpsons Trikottaschen werden Röhrchen mit Amphetaminen gefunden.

Ben Johnson bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul: Der kanadische Sprinter gewinnt zwar das 100-m-Finale, muss seine in der Weltrekordzeit von 9,79 Sekunden gewonnene Goldmedaille später jedoch zurückgeben. Bei ihm wird das anabole Steroid Stanozolol nachgewiesen.

Katrin Krabbe 1992: Der Doppel-Weltmeisterin von Tokio 1991 wird das unerlaubte Doping-Mittel Clenbuterol nachgewiesen. Die einjährige Sperre durch den Deutschen Leichtathletik-Verband wird vom Weltverband auf zwei Jahre verlängert.

Diego Armando Maradona bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1994: Dem argentinischen Superstar wird die verbotene Substanz Ephedrin nachgewiesen. Er wird vom Turnier ausgeschlossen.

Radsport-Team Festina 1998 bei der Tour de France: Bei Team-Betreuer Willy Voet werden massenhaft unerlaubte Substanzen zum Dopen gefunden. Es folgen Razzien der Polizei, ein flächendeckendes Doping-System im Radsport wird enttarnt.

Dieter Baumann 1999: Der 5000-m-Olympiasieger von 1992 erlangt durch die "Zahnpasta-Affäre" zweifelhaften Ruhm, als er positiv auf Nandrolon getestet wird. Der Schwabe bringt den Fall vor den Internationalen Sportgerichtshof, wird aber 2000 endgültig von den Spielen in Sydney ausgeschlossen.

Johann Mühlegg bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City: Der für Spanien startende Allgäuer gewinnt drei Mal Gold und muss die Medaillen nach seiner Überführung als Blutdoping-Sünder zurückgeben.

Ekaterina Thanou und Kostas Kenteris bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen: Die griechischen Sprinter fliehen einen Tag vor Beginn der Spiele vor Kontrolleuren der Welt-Anti-Doping-Agentur im Olympischen Dorf und werden von den Spielen ausgeschlossen. Im Juni 2006 gestehen sie ihre Flucht, aber nicht die Dopingvorwürfe, öffentlich ei. Das Duo wird für zwei Jahre gesperrt.

Jan Ullrich und Ivan Basso vor der Tour de France 2006: Die beiden Top-Favoriten werden von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen, weil sie in den Doping-Skandal um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes verwickelt sein sollen. Ullrich bestreitet die Vorwürfe.

Floyd Landis, der Tour-de-France-Sieger 2006: Dem Amerikaner wird nach der gewonnenen 17. Etappe durch die Alpen ein ungewöhnlich hoher Wert von Testosteron/Epitestosteron nachgewiesen. Er bestreitet alle Doping-Vorwürfe. 14 Monate nach dem Tour-de-France-Sieg wird Landis wegen Testosteron-Dopings für zwei Jahre gesperrt.

Marion Jones: Im Oktober 2007 räumte die US-Sprinterin im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens ein, jahrelang gedopt zu haben. Ihre drei Olympiasiege wurden ihr aberkannt. Wegen Meineids in zwei Fällen wurde sie zudem zu einer Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt.


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