Einsatzchance für Talente
09.07.2011 - MAINZ
Von Dennis Rink
TENNIS TSC verzichtet gegen Geroksruhe auf Ausländer / Schott vor Klassenerhalt
Nach dem ersten Doppelspieltag in der Tennis-Regionalliga Südwest könnten die Ausgangspositionen für die beiden Mainzer Vereine nicht unterschiedlicher sein. Während der TSC Mainz nach zwei Niederlagen am Tabellenende steht, thront der TSV Schott nach zwei Siegen an der Tabellenspitze.
Bei TSV-Spielertrainer Marc Ahrend sorgt der Blick auf die Tabelle zwar für ein zufriedenes Lächeln, er betont aber auch: „Das ist schon ein wenig schmeichelhaft für uns. Denn unser einziges Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt.“ Mit einem Sieg im Heimspiel gegen den TC Doggenburg (Sonntag, 11 Uhr) könnte der TSV diesen schon so gut wie perfekt machen. „Das hört sich natürlich schön an, aber einfach wird das nicht. Wir stellen uns auf ein sehr hartes Spiel ein“, sagte Ahrend. Auf keinen Fall werden die Schottler wieder mit vier Ausländern antreten. Vom Abschneiden des Argentiniers Juan Pablo Amado bei einem Future-Turnier in Römerberg hängt ab, ob der TSV mit drei oder nur zwei Ausländern spielt. Adrian Sikora und Marco Bella werden auf jeden Fall da sein.
Ebenfalls an Bord ist Raoul Schwark, der nach seiner Hochzeit sein Regionalliga-Debüt in dieser Saison feiert. „Mit Raoul haben wir zusätzlich einen sehr guten deutschen Spieler und sind sehr gut aufgestellt“, sagte Ahrend. Gegner Doggenburg hat einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Deswegen wäre eine Niederlage für uns auch kein Beinbruch, weil wir noch weitere Chancen haben, den dritten Sieg einzufahren“, gibt sich Ahrend gelassen.
Gelassen geht auch TSC-Trainer Babak Momeni in das Wochenende. Für das Spiel bei der STG Geroksruhe (Sonntag, 11 Uhr) rechnet sich der Coach nicht viel aus und schickt deshalb eine rein deutsche Aufstellung ins Rennen. „Auch mit Ausländern wäre es mehr als schwer geworden. So gebe ich meinen Jungs einmal die Gelegenheit, in der Regionalliga zu spielen“, sagte Momeni. Felix Tripp und Markus Scherer rutschen nach und sollen Erfahrung auf diesem Niveau sammeln. Von Joel und Niko Rizzi erwartet der Trainer eine klare Leistungssteigerung im Vergleich zu den ersten Spielen. „Sie hatten ein schlechtes Wochenende und haben sich vielleicht zu viele Gedanken gemacht. Sie stecken aber in keinem Formtief und werden ihre Leistung bringen.“
Momeni hat sein Augenmerk auch schon ein wenig auf die letzten vier Spieltage gerichtet. „Ab dem nächsten Wochenende müssen wir eingreifen und richtig loslegen“, sagte Momeni. Schließlich will er aus den letzten vier Spielen gegen Windhagen, Ravensburg, Weinheim und Doggenburg drei Siege einfahren, um in der Liga zu bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Trainer dann wohl auf drei Ausländer zurückgreifen.

