Noch sieben Zugänge für 88er
17.02.2010 - MAINZ
Von Jens Grützner
RINGEN Mainzer Bundesligist plant für Endrunde / Vorstellung bei der Generalversammlung
Ringer-Bundesligist ASV Mainz 88 verkündete bislang erst einen externen Zugang für die Saison 2010, den Seeheimer Timur Seidel. "Bei der Generalversammlung nächste Woche Freitag werden die restlichen Neuen bekanntgegeben", sagt Trainer Ahmet Cakici. "Denn wir haben unsere Planungen eigentlich abgeschlossen." Und die sind umfangreicher, als angenommen - schon jetzt sind ein paar Namen von Zugängen mehr als Spekulation.
Ahmet Cakici hält sich, was das Personal betrifft, bedeckt. "Wir stellen alles auf professionellere Beine - entsprechend gibt es erst in neun Tagen offizielle Verkündigungen." Der frühere Aalener Meistermacher sagt lediglich, dass "wir noch zwei Schweden, drei EU-Ausländer, einen schweren Deutschen und noch einen Nicht-EU-Ausländer holen."
Mit Robert Rosengren bleibt den 88ern ein Schwede bereits in der dritten Saison treu. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Weltergewichtler Rosengren von dessen Heimatklub in Malmö, IK Sparta, die ebenfalls im griechisch-römischen Stil kämpfenden Mathias Günther und Lennie Persson mit nach Mainz bringt. Persson würde den französischen Olympia-Dritten Christophe Guenot im Mittelgewicht ersetzen, Günther kann in der 66-Kilo-Klasse angreifen und somit Wladimir Berenhardt Konkurrenz machen.
Nachdem Kevin Schwäbe die Mainzer Richtung Zweitligist Hösbach verlassen hat, war Cakici in den beiden schweren Klasse des freien Stils auf der Suche nach Ersatz. Diesen könnte er in dem Freiburger Viktor Reh gefunden haben. Dieser hatte den Mainzer Ugur Dogan in der vergangenen Runde auf die Schultern gelegt. 2006 war Reh für den Deutschland bei den Welt- und Europameisterschaften der Junioren am Start.
Der "echte" Ausländer dürfte ein Mann für die in Mainz problembeladene 74-Kilo-Freistil-Klasse sein. "Er ist Meister seines Heimatlandes", sagt Ahmet Cakici. Und dieser spielt in den Planungen des Trainers wohl für wichtigen Kämpfe der 88er eine Rolle. "Generell gilt, dass wir aus finanziellen Gründen keine hochkarätigen Leute holen können, die dann auch die ganze Saison durchringen." Cakici will und muss angesichts des engen Finanzrahmens dosiert Ringer einsetzen.
Angesichts der sieben kommenden Zugänge blickt der 88-Trainer aber optimistisch in die Zukunft. "Minimalanforderung sind die Play-offs", sagt Cakici. "Aber ich schiele auch weiter." Die Art und Weise, wie Cakicis Ex-Klub Aalen den nationalen Titel vor zehn Tagen erkämpfte, hat den 47-Jährigen imponiert. "Coach Anton Nuding, der sowieso ein Typ zum Pferdestehlen ist, hat die Mannschaft glänzend eingestellt und zur richtigen Zeit Kracher auf der Matte gehabt. Das werden wir in der anstehenden Saison auch versuchen."

