Mit ärgerlicher Niederlage in die Winterpause
15.12.2011 - MAINZ
Von Dennis Rink
REGIONALLIGA Mainz 05 II verliert 1:2 gegen Mönchengladbach II
Die Winterpause kommt für die Regionalliga-Fußballer des FSV Mainz 05 genau zur richtigen Zeit. Das Team von Trainer Martin Schmidt verlor vor rund 300 Zuschauern gegen Borussia Mönchengladbach II 1:2 (1:2) und blieb im vierten Spiel in Folge ohne Sieg.
Auch an Schmidt selbst ging die Pleite im wahrsten Sinne des Wortes nicht spurlos vorbei. „Ich hatte mit meinen Jungs etwas unter vier Augen zu besprechen und bin etwas lauter geworden“, sagte der sonst besonnene Schweizer und blickte auf seine knallrote Hand, die er während seiner Kabinenansprache nach dem Abpfiff auf den Tisch gedonnert hatte. „Wir haben hier noch keinen Gegner so dominiert“, ärgerte sich Schmidt. „So ein Spiel müssen wir einfach gewinnen.“ Gerade in der letzten Stunde habe sein Team „geilen Fußball“ gespielt. Weil eine Begegnung aber 90 Minuten dauert, gingen der „geilen“ letzten Stunde 30 sehr magere Minuten voraus, in denen die Mainzer einen Punktgewinn oder mehr verspielten.
Schon nach drei Minuten gab es für den FSV, der mit den beiden Profis Fabian Schönheim und Eugen Polanski aufgelaufen war, die kalte Dusche. Dennis Dowidat zirkelte einen Freistoß unhaltbar aus 18 Metern in den Winkel und brachte die „kleinen“ Fohlen von Trainer Sven Demandt früh in Führung. Die Gastgeber wirkten in dieser Phase pomadig, leisteten sich viele Fehlpässe und waren oft einen Schritt zu spät - auch beim 0:2 in der 21. Minute. Nach einer Flanke war Marcel Podszus Verteidiger Manuel Schneider enteilt und köpfte unbedrängt ein. Die Partie schien keinen guten Verlauf für die Mainzer zu nehmen. Doch der FSV wurde nach einer halben Stunde stärker. Er kombinierte nun besser und kam relativ schnell zum Anschlusstreffer. Erik Durm setzte sich im Strafraum durch und verkürzte in der 33. Minute.
„Ich weiß nicht, warum wir die Anfangsphase immer verschlafen. Vielleicht ist meine Ansprache nicht gut oder das Aufwärmen passt nicht“, rätselte Schmidt, der in der zweiten Halbzeit nur noch seine Mannschaft spielen sah. Während die Gladbacher kaum noch aus ihrer Hälfte kamen, erspielten sich die Mainzer eine Fülle guter Chancen, ließen aber alle liegen. So gehen die „kleinen“ 05er nach einer eigentlich guten Halbserie mit einem schlechten Gefühl in die Winterpause. „Das nehmen wir jetzt natürlich mit“, ärgerte sich Schmidt. Zum Glück stehe das nächste Spiel schon in fünf Wochen auf dem Programm. „Bis dahin werden wir an unseren Fehlern arbeiten“, kündigte der Schweizer an. Und seine Hand wird bis dahin mit Sicherheit auch wieder eine normale Farbe haben.

