Von Marcel Friederich
LEICHTATHLETIK Mainzer Nachwuchs fast sicher im Finale um deutsche Mehrkampf-Meisterschaft
Die A-Schüler des USC Mainz haben sich so gut wie sicher für den Endkampf der deutschen Mehrkampf-Meisterschaft qualifiziert. Beim Südwest-Vorkampf in Mannheim triumphierte der 18-köpfige USC-Nachwuchs mit 11590 Punkten und hatte damit satte 400 Zähler Vorsprung auf die LG Köln. Bis Ende Juni können weitere Qualifikations-Leistungen erbracht werden, die besten acht Teams aus Deutschland qualifizieren sich für den Endkampf in Lage (18./19. September).
"Unser Ergebnis von Mannheim hat bis jetzt immer für den Endkampf gereicht", strahlte USC-Trainerin Johanna Wollstadt. Am meisten Punkte sammelten Gabriel Albes und Yanic Berthes, die jeweils zwei persönliche Bestleistungen aufstellten: Albes im Kugelstoßen (14,27 Meter) und Stabhochsprung (3,10), Berthes im Weitsprung (6,02) und Hochsprung (1,74). Auch die anderen USC-Starter überzeugten mit zwölf Bestleistungen.
In derselben Altersklasse belegte der TSV Schott Mainz Platz fünf im Vorkampf (7283 Punkte). Obwohl dieses Ergebnis nicht für den Endkampf reicht, freute sich TSV-Trainer Matthias Ströher über starke Einzelleistungen. Vor allem Damon Künstler glänzte mit 11,62 Sekunden über 100 Meter als schnellster rheinland-pfälzischer Schüler in diesem Jahr. Dasselbe gilt für die 100-Meter-Staffel, die nach 46,50 Sekunden ins Ziel lief. Auch Künstlers 11,26 über 80 Meter Hürden waren beachtlich.
Derweil lieferten die A-Schülerinnen des USC Mainz einen soliden, aber nicht überragenden Wettkampf ab. Mit 9128 Punkten erreichten sie in Mannheim Platz zwei hinter Mannheim-Mosbach. "Ob diese Punktzahl aber für den Endkampf reicht, muss abgewartet werden", so Wollstadt. Die elfköpfige Formation markierte insgesamt sieben Bestleistungen, zwei davon durch Charlotte Drechsler. Im Vorjahr hatten die A-Schülerinnen Gold gewonnen. Allerdings starten viele Athletinnen davon jetzt in der Jugend.
Jene Jugend-Mannschaft muss wie die Schülerinnen um den Einzug in den Endkampf zittern. Alexandra Wester und Co. kamen in Mannheim auf 10387 Punkte und landeten hinter der LG Köln (11371) auf Platz zwei. "Allerdings befürchte ich, dass es wohl nicht reicht", sagte USC-Trainerin Julia Rinder, die auf Leistungsträger wie Sarah Hildebrandt (krank) oder Lea Jestedt (verletzt) verzichten musste. "Deshalb war kaum mehr drin." Im Quervergleich mit den anderen Vorkämpfen liegt der USC noch auf Platz sechs, was sich bis Ende Juni aber wohl noch ändern wird.
Top-Talent Wester kommt nach Problemen im Winter immer besser in Form. Über 100 Meter (12,42), 100 Meter Hürden (15,17) und im Weitsprung (5,76) schaffte sie die Qualifikation zur Jugend-DM. Dasselbe gelang der 100-Meter-Staffel (49,98) mit Wester, Michelle Ries, Vanessa Weber und Sophie Drechsler. Nach neun Monaten Wettkampfpause feierte Drechsler ein gelungenes Comeback. Ein Sonderlob von Rinder gab es für Katharina Görke, "weil sie sich über 800 und 3000 Meter in den Dienst der Mannschaft gestellt hat."

