KEGELN Mainzer holen sich die Meisterschaft in der Rheinhessenliga / Niederlagen für Landesliga-Herren
(hba). Niederlagen setzte es für die beiden Vertreter des Bezirks Rheinhessen in der Kegel-Landesliga. Der TSV Schott musste sich knapp beugen - die KSG Mainz dagegen wurde in Zweibrücken regelrecht aus der Halle gekegelt.
Ohne Chance war das KSG-Sextett in der Südwestpfalz. Das favorisierte Heimteam glänzte mit Ergebnissen jenseits der 900er-Marke und fuhr einen 5551:5285-Sieg ein. Marcus Dillmann (916), Jürgen Hinderlich (899) und Helmut Knobloch (898) wussten auf Seiten der Landeshauptstädter zu gefallen. Nach den Anstartern sah es für Schott gegen die SG Bobenheim-Roxheim/Mundenheim nicht übel aus (Stefan Wenig 908/ Stephan Gerhard 935). Doch in der Mittelachse (Michael Emrath 896) schwanden die Hoffnungen, die Vorderpfälzer zogen davon. Selbst Dieter Kaiser (893) konnte die 5370:5423-Niederlage nicht verhindern.
Sebastian Peter überragt
Die SG SVW Mainz/TSG Schwabenheim hatte im Spiel der Landesliga II gegen die favorisierte SG Neustadt/Hassloch wieder einen bestens aufgelegten Sebastian Peter an Bord. Es hätte für GN Essenheim ein Befreiungsschlag werden können, denn im Match gegen den KSC Pirmasens erwiesen sich die Gäste als schlagbar - und mit einem Sieg hätten die Essenheimer einen Riesenschritt zum Klassenerhalt machen können. So war der Schlussspurt, bei dem Andreas Schulz 907 und Kevin Pretsch 920 Kegel umlegte, nur Makulatur (5211:5278). Die Heimstärke der SG Mainz/Schwabenheim war im Spiel gegen die Pfälzer das Plus: Nach leichter Führung musste die Mittelachse (Tobias Bauer 915) die Gäste vorbeiziehen lassen. Zuverlässig agierte das Schlussdrittel Heiko Ehrhard (939) und Sebastian Peter, der mit 1014 die Gäste entzauberte (5468:5372).
Post-SV verspielt Vorsprung
172 Kegel Guthaben reichten dem Post-SV Mainz nicht, gegen den Tabellenletzten Gerolsheim zu bestehen und damit Hoffnung auf den Ligaerhalt zu behalten. Toll, was Franco Beraldo (962) und Michael Köhler (910) im Starterpaar ablieferten. In der Mittelachse wurden dann 173 Miese eingefahren - die Hoffnung lag nun auf dem Schlussdrittel. Normal agierte Hans-Walter Eberhard mit 885 Kegeln. Dagegen kam Bernd Brömme nicht ins Spiel: nur 831 Kegel waren weit unter seinen Möglichkeiten - die Gäste dagegen zogen davon (5290:5399).
Schott Mainz II darf den Titel in der Rheinhessenliga feiern. Nach dem 5022:4857-Sieg gegen GN Essenheim II können die Sektkorken knallen. Mit 870 Kegeln war Roland Ulrich, gefolgt von Hans Georg Helbach (862), für die Glaswerker erfolgreich. Für die Gäste zeichnete sich Christian Niebergall (879) aus. Der SV Hechtsheim erledigte die Pflichtaufgabe im Spiel gegen den KC Klein Winternheim (4745:4610). Dabei war Vladimir Hecimovic (843) der Beste der - gefolgt vom Hechtsheimer Wolfgang Caelberg, der 842 Kegel traf. Im Derby zwischen der SG Essenheim/Stadecken und der KSG Mainz hat das Schlusslicht den Landeshauptstädtern ein Bein gestellt. Nach den Anstartern in Führung liegend, schaukelten die SGler die Partie zum 5084:5001 nach Hause. Beste Akteure waren Jens Blodt (872) und Reinhard Secker (885) für die SG sowie Alfred Förster (862) für die KSG.
Um den knappen 4884:4870-Erfolg musste der ESV Mainz im Spiel gegen GH Ockenheim II lange zittern: Der Vorsprung wurde im Schlussdrittel fast noch verspielt. Tagesbester war Stefan Brendel mit 850 Kegeln für Ockenheim.
Dämpfer für Schott III
Die Dritte des TSV Schott hat im Bezirksklassen-Titelkampf einen Dämpfer hinnehmen müssen. Im Match bei Union Ingelheim erwiesen sich die Gastgeber als Spielverderber: Beim Werksteam war Peter Machemehl (449) bester Akteur, konnte aber den deutlichen 2524:2414-Sieg der Rotweinstädter nicht abwenden. Diese Steilvorlage nutzte Verfolger SG SVW Mainz/TSG Schwabenheim nicht: Auf den Bahnen in Essenheim erwies sich das Sextett der KSG Mainz III mit Ergebnissen zwischen 393 und 411 als zu stark. Mit dem Abstieg hat die TSG Kastel nach dem knappen 2391:2365 gegen GN Essenheim III nichts mehr zu tun. Herausragend war Uwe Schott (413) bei Kastel und bei den Gästen Ingo Schott (427) und Oliver Schmahl (432) - was aber nicht reichte: Der Rest der Truppe zeigte zu wenig. Mit tollen Einzelresultaten konnte der KC Stadecken dem favorisierten Frei-Weinheimer Ensemble eine schmerzliche Niederlage beibringen. Da purzelten die 400er nur so: Uli Kauth (422), Volker Schmidt und Joachim Herber (je 438) und Helmut Börner, der 440 Kegel traf. Beim deutlichen 2518:2401 hielt nur Helmut Weyell (431) bei den Gästen dagegen.
Niederlage ohne Folgen
Trotz der Niederlage der Damen von GN Essenheim gegen Schifferstadt in der Rheinland-Pfalz-Liga I haben die Essenheimerinnen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun. Nach 63 Guten im Startduett schien alles nach Plan zu laufen - doch die schwache Leistung einer Akteurin brachte die Wende zu Gunsten der Gäste: 109 Kegeln wurden abgegeben. Das erfahrene Schlussduo Ursula Duhr (431) und Agathe Huper (453) konnte das Steuer nicht mehr herumreißen (2574:2611).
Hitchcock führt Regie
Wieder war Alfred Hitchcock auf der Kegelanlage in Ockenheim vor Ort, um im Derby der Rheinland-Pfalz-Liga II der Damen zwischen der SG SVW Mainz/TSG Schwabenheim und dem TSV Schott Mainz II Regie zu führen. Im Startduett trafen Elisabeth Kugler (412) und Lisa Frühwein (435) auf Claudia Orth (464) und Evelin Greilich (424) - was den Gästen einen leichten Vorsprung einbrachte. Im Mitteldrittel musste die SG auswechseln, machte aber das Beste draus. Der Vorsprung schmolz auf 27 Zähler. Die Aufholjagd der Gastgeber wurde dann von Erfolg gekrönt: Tatjana Kuchner traf 442, Sarah Beitz legte 449 Kegel um - für Schott trafen Miriam Große 414 und Nicole Schreiner ebenfalls 449 Holz - nur ein Kegel reichte zum Sieg der SG-Ladys (2551:2550). Mit diesem Sieg hat das Team nun nach Punkten zu weiteren drei Teams aufgeschlossen - das schürt die Hoffnungen auf den Klassenerhalt.

