Leichtathletik-Senior des ESV Mainz im Weit- und Hochsprung erfolgreich/Zacharias´ Besuch in der alten Heimat
HS. Mit dem Gewinn von fünf Titeln und der gleichen Zahl weiterer Medaillenränge sowie je einem vierten, fünften und sechsten Platz haben die rheinhessischen Oldies in Fulda bei den Senioren-Meisterschaften II (Klassen M/W 50 und älter) des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) ihren Erfolgskurs fortgesetzt. Günter Schollmayer (M 75), der im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, kehrte mit zwei Siegen und einem dritten Platz eindrucksvoll in die erste Erfolgsreihe der DLV-Altstars zurück. Der zweimalige Senioren-Europameister des ESV Mainz gewann den Weitsprung (4,23 Meter) und den Hochsprung (1,23 Meter). Dazu war er über 100 Meter in 14,01 Sekunden (3.) einer der Schnellsten. Schollmayer nahm´s gelassen, dass Thomas Zacharias (USC Mainz) bei der Titeljagd mehr in den Mittelpunkt des Interesses gerückt war. Der seit längerer Zeit auf Lanzarote lebende frühere Weltklasse-Hochspringer und Olympiateilnehmer ragte beim Besuch in seiner alten Heimat in der DM-Konkurrenz mit den weltweit seltenen 1,79 Meter weit heraus. Doch der Neu-60er war sogar hinter seinen Erwartungen geblieben. Hatte er sich vor Fulda doch fest vorgenommen, dort den Titel mit der Steigerung seines im April erzielten Seniorenweltrekords von 1,80 Meter zu veredeln. Nicht zufrieden war auch Peter Mörbel vom USC Mainz. Die 66-jährige Speerwurf-Legende klagte über Schmerzen im rechten Handgelenk und erzielte daraufhin "nur" 45,06 Meter. Damit musste der Titelverteidiger den Goldplatz seinem Berliner Herausforderer Dietrich Hoffmann (46,09 Meter) überlassen. Mörbel: "Die Schmerzen haben mich mindestens zwei Meter gekostet. Das hätte für Platz eins gereicht." Erfolgreichste rheinhessische Athletin war Trudel Reismann. Die mehrfache Senioren-Weltmeisterin von der TSG Heidesheim gewann bei der W 60 den Hochsprung (1,28 Meter) und holte dazu mit 14,95 Sekunden (100 Meter) und 31,19 (200 Meter) noch zwei Mal Silber. Im Weitsprung war die Titelverteidigerin mit 3,87 Meter dann allerdings deutlich unter Wert geblieben und musste sich mit dem vierten Platz zufrieden geben. Karin Schmitt (USC Mainz) siegte im Kugelstoßen mit 11,35 Metern bei der W 55 und setzte damit ihre bisherige Titel-Serie erfolgreich fort. Dazu verdiente sich die rheinhessische Rekordmeisterin im Hochsprung (1,30 Meter) noch den Bronzeplatz und wurde im Speerwurf mit 26,39 Meter Fünfte. Weitere Platzierungen für die hiesigen "Evergreens" verbuchten bei der M 55 Manfred Nink (USC) mit Rang sechs über 400 Meter Hürden (72,63) und sein Klubkamerad Helmut Schell als Zehnter im Speerwurf (38,01 Meter). Horst Heise (TV Hechtsheim) war in der gleichen Disziplin der M 50 mit 34,89 Meter Zwölfter geworden. Beachtlich war zudem auch noch der neunte Platz im Hochsprung (1,33 Meter) durch Heinz Kuhn (TV 1817) in der Klasse M 65. In Mainz freute man sich auch über den dreifachen Triumph von Anja Ritschel vom TV Waldstraße Wiesbaden. Die Sprachen-Lehrerin vom Frauenlob-Gymnasium erwies sich mit den Siegen über 800 Meter (ohne offizielle Zeitangabe), 1500 Meter (5:41,51 Minuten) und 5000 Meter (21:23,36) als beste "Dauerläuferin" ihrer Klasse W 60.

