Große Bestätigung für die Finther Arbeit
27.01.2012 - MAINZ
Von Bardo Rudolf
STERNE DES SPORTS Fontana in der Mainzer Staatskanzlei für herausragendes gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet
Anti-Aggressionstraining: Statt aggressive Jugendliche auszuschließen, führten die Klubverantwortlichen mit den Betroffenen ein „Cool-Down-Training“ durch. Dazu kam auch ein Polizeipsychologe hinzu. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit der Polizei eng und fruchtbar, sagt Schmitt. „Das lief so gut, dass unsere Jugendlichen der Polizei schon Tipps gegeben haben, wo diese etwas entdecken können.“
Verbesserung der beruflichen Startchancen: Soziale Kompetenzen sollen geschult werden, indem Talente zum Beispiel zu Jugendtrainern ausgebildet werden. Diese ehrenamtliche Tätigkeit verbessert auch die Chance bei der Berufssuche. Dazu hilft der Verein bei der Lehrstellensuche, indem er Kontakt zu Sponsoren hält.
Bewerbungstraining: Alle Jugendspieler können ihre Bewerbungsschreiben kontrollieren lassen. Dazu übt Klubmitglied Wolfgang Mattner Einstellungsgespräche mit den Spielern.
Kampf gegen Armut im Sport: Jugendliche aus armen Familien können auf Antrag vom Mitgliedsbeitrag befreit werden und beim Weihnachtsbasar Sportkleidung und -ausrüstung sehr günstig oder gar kostenlos erhalten.
Das Ergebnis der Integrations-Arbeit lesen die Klub-Verantwortlichen auch aus ihrer Vereinsstatistik ab. Der Verein hat circa 300 jugendliche Mitglieder, von denen rund 120 einen Migrationshintergrund haben. Talente aus über 30 Vereinen spielen bei der Fontana Fußball. Und das bleibt auch dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht verborgen. Beim DFB-Integrationspreis ist die Fontana unter den besten Drei. Auf welchem Platz genau, erfahren die Finther bei der Ehrung in knapp zwei Wochen.
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