Mit Anmut und Grazie

TURNEN Bei Mainzer Gau-Meisterschaft und -Pokal bieten die Teams ihr ganzes Können auf

MAINZ -In ausdrucksstarker Pose, noch ein klein wenig schüchtern lächelnd, wartet Lia Prieß auf das Startsignal der Kampfrichterinnen. Dann präsentiert die Zehnjährige ihr fantasievolles Programm mit vielen abwechslungsreichen Elementen in einer zauberhaften Choreografie zu flotter Instrumentalmusik. Der Beifall der Eltern, Verwandten, Freunde, der Teamkameradinnen sowie der Trainerinnen Mayari Denz (24) und Nakisha Cannedy (23) ist dem Talent des TV Bodenheim gewiss.

Es ist die letzte Disziplin „Boden“, die die Geräteturnerin bei den Gau-Meisterschaften und dem Gau-Pokal für Mannschaften des Turngau Mainz darbieten durfte. Zuvor hatte die Athletin beim ausrichtenden TV 1817 Mainz in der Turnhalle des Gutenberg-Gymnasium das Publikum am Stufenbarren und auf dem Schwebebalken beeindruckt.

Weit über 200 Starterinnen in 49 Mannschaften der 14 Vereine, überwiegend im Nachwuchsalter, zeigten ihre teilweise atemberaubenden Flick-Flacks, Salti, Sprünge, Schrauben und Schwünge. Was viele nicht auf dem Boden hinbekommen, zelebrieren die Mädchen am nur zehn Zentimeter breiten Schwebebalken fast wie selbstverständlich mit Anmut und Grazie. In drei Kategorien traten die Formationen der Vereine an: im Meisterschaftsturnen, in der Pflicht und Kür.

Fröhliche Gesichter

„Lia turnt erst seit vier Monaten“, erzählt Mayari Denz. „Und hat solche Freude dabei.“ Gar nicht mehr so schüchtern erzählt die Zehnjährige, warum sie so gerne turnt: „Ich habe mir immer Videos mit einem Salto angeschaut. Da wollte ich das auch machen“, lächelt sie. „Es ging fast alles verletzungsfrei ab, bis auf kleine Blessuren“, freut sich Martina Weimar, Fachwartin für Geräteturnerinnen im Turngau. „Es gab schöne Übungen und viele fröhliche Gesichter.“

„Es wird immer schwieriger, solche Mannschaftsmeisterschaften auszurichten“, gibt die Turngau-Vorsitzende Kerstin Bub zu bedenken. „Ich bin stolz auf die Fachwarte im Turngau, und der TV 1817 macht das wieder wunderbar.“ Auch bei den vielen Eltern, die für die Verpflegung gesorgt haben, bedankt sich Bub. Auf rund 15 Helfer konnte der Vorsitzende des Ausrichters, Rüdiger Ulrich, bauen. Sie alle sorgten für einen reibungslosen Ablauf in zwei Hallen: In der einen konnten die Zuschauer Übungen am Schwebebalken und am Stufenbarren bestaunen, in der anderen die Darbietungen am Sprung und Boden. „Eine ideale Voraussetzung für einen Wettkampf mit mehreren Disziplinen“, betont Ulrich. „So können die Teilnehmer in Ruhe und konzentriert turnen.“

TuS Dexheim beeindruckt

Für die beiden bestplatzierten Teams pro Konkurrenz geht der Wettkampf weiter. Bereits am 10. und 11. Oktober in Alzey-Weinheim (Riedbachhalle) steigen die Meisterschaften des Rheinhessischen Turnerbundes. Besonders beeindruckend war die Leistung des TuS Dexheim: Im Pflichtturnen des offenen Jahrgangs P5 siegten Hannah Schmitt, Aline Sacher, Berit Helmus, Jessica May und Emily Veser überlegen mit 192,20 Punkten. Beste Turnerin war Helmus, die vor allem am Barren und am Boden glänzte.

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