Mit dem Meister geht es los
02.09.2010 - BINGEN
Von Andreas Scherer
ERSTE LIGA Am Samstag (15.30 Uhr) starten Hassia-Tischtennisfrauen gegen Kroppach in die Runde
Zum Saisonauftakt steht gleich ein dicker Brocken bevor: Wenn die Tischtennisfrauen von Hassia Bingen am Samstag, 4. September, in ihre zweite Saison in der Ersten Bundesliga starten, treffen sie auf den amtierenden deutschen Meister und großen Titelfavoriten FSV Kroppach. Hochspannung und Sport allererster Güte sind also ab 15.30 Uhr in der Sporthalle der Grundschule „Am Mäuseturm“ im Stadtteil Bingerbrück garantiert.
Mit Shan Xiao Na, der aktuellen deutschen Meisterin Kristin Silbereisen, Europameisterin Wu Jiaduo, der Ungarin Krisztina Toth und der Nachwuchsspielerin Anja Schuh ist der FSV Kroppach top besetzt und macht seine Ambitionen deutlich, den vierten Titelgewinn hintereinander zu realisieren.
Aber auch bei Hassia Bingen haben sich die Zielsetzungen im zweiten Jahr in der höchsten deutschen Spielklasse verändert. Ging es nach dem Aufstieg zunächst nur darum, die Klasse zu halten, richtet sich jetzt der Blick nach oben. Zur Umsetzung dieses Ziels hat sich die Hassia mit der Nationalspielerin Zhenqi Barthel aus Essen und mit Laura Robertson von Vizemeister TV Busenbach verstärkt. Angeführt wird das Team von der überragenden Ding Yaping, weiter dabei ist der Publikumsliebling, die tschechische Nationalspielerin Dana Hadacova, punktuell eingesetzt werden soll auch wieder die Thailänderin Nanthana Komwong. Wie Joachim Lautebach, Manager der Tischtennisabteilung bei der Hassia, erläutert, soll die an Nummer drei gemeldete Komwong nach dem Stand der Dinge jeweils nur noch einmal pro Halbserie zum Einsatz kommen.
Gegen den FSV Kroppach gehen die Bingerinnen allerdings als klarer Außenseiter in die Partie. „Aber das Team wird alles geben, sich entsprechend zu präsentieren und ein respektables Ergebnis zu erreichen“, kündigt Lautebach an. Auf einige Gegenwehr darf sich der deutsche Meister sicher einstellen, denn die beiden letzten Vergleiche zwischen den Spitzenspielerinnen Ding Yaping und Shan Xiao Na verbuchte die Hassiatin zu ihren Gunsten. Die Gastgeber hätten sich zum Auftakt lieber einen anderen Kontrahenten gewünscht. „Das hat nichts mit den Spielerinnen zu tun, aber der FSV ist klarer Favorit, und wer beginnt die Saison schon gern mit einer Niederlage? Wir wollen dennoch versuchen, die entsprechende Leistung abzurufen. Unsere Fans, die sich mit Laura Robertson und Zhenqi Barthel auf zwei neue Gesichter freuen dürfen, sollen etwas geboten bekommen“, erklärt Abteilungsleiter Lautebach. Da in den beiden Mannschaften neben den herausragenden ausländischen Spielerinnen außerdem drei aktuelle deutsche Nationalspielerinnen stehen, ist in der Auftaktbegegnung in Bingerbrück mit Tischtennis auf höchstem Niveau zu rechnen. Kroppach startet übriges schon am Freitagabend mit einem Heimspiel gegen den TTSV Saarlouis-Fraulautern in die neue Runde.
Sowohl in der Ersten wie in der Zweiten Liga wird in dieser Saison bei den Frauen wieder mit (mindestens) aus vier Spielerinnen bestehenden Mannschaften parallel an zwei Platten gespielt. Nach den beiden Doppeln tritt die Nummer eins gegen die Zwei an, die Zwei gegen die Eins (vorderes Paarkreuz), die Drei gegen die Vier und die Vier gegen die Drei (hinteres Paarkreuz). Wenn es dann nicht schon 6:0 für ein Team steht, folgt eine Pause. Weiter geht es mit Eins gegen Eins, Zwei gegen Zwei, Drei gegen Drei und Vier gegen Vier, jedenfalls so lange, bis eine Mannschaft sechs Siege erreicht hat. Möglich ist bei diesem Spielsystem auch ein 5:5-Unentschieden.

