Viele kleine Erfolge für den Nachwuchs
18.01.2012 - LANGENLONSHEIM
Von Dennis Buchwald
HANDBALL D-Jugend II der DJK Büdesheim behält im Derby gegen HSG Rhein-Nahe Bingen II mit 16:8-Toren die Oberhand
Derbys zwischen den beiden Handballvereinen HSG Rhein-Nahe Bingen und DJK Büdesheim versprechen immer eine ganz besondere Brisanz. In Gruppe Drei der D-Jugend trafen die jeweils zweiten Garnituren aufeinander, wobei die Büdesheimer mit 16:8-Toren die Oberhand behielten und somit gut in die Rückrunde starteten. Während die HSG II weiter auf den ersten Saisonsieg wartet und die Rote Laterne trägt, rangiert die DJK II etwas besser auf dem neunten Platz.
„In der D-Jugend ist die Rivalität aber noch nicht sehr ausgeprägt. Wir versuchen das auszublenden“, erklärte DJK-Betreuerin Monika Brendel. Viel mehr stehe der Spaß im Vordergrund und nicht etwa das Ergebnis. „Für mich ist es wichtig, dass alle Spieler Einsatzzeiten bekommen. Auch Neulinge sollen zum Wurf kommen und so kleine Erfolge feiern.“
Brendels Schützlinge, die bereits das Hinspiel im September 2011 mit 23:10-Toren für sich entscheiden konnten, erwischten auch dieses Mal den besseren Start in die Partie. Lukas Baaser und Marco Rehm brachten die DJK nach dem Anwurf schnell mit 2:0 in Front. Aber auch die HSG Rhein-Nahe zeigte gelungene Kombinationen und hielt das Spiel zu Beginn der ersten Halbzeit offen. Bis zum Stand von 4:6 aus Sicht der HSG wogten die Angriffe hin und her, beide Mannschaften kämpften um jeden Ball. Büdesheim stand nun aber sicher in der Abwehr und verstand es, schnelle Gegenstöße nach Balleroberung einzuleiten. Insbesondere Nicolas Reichmann, der in der ersten Halbzeit das DJK-Tor hütete, vereitelte einige Wurfversuche der HSG und leitete den Ball immer wieder umgehend in die Spitze. Dort ließen sich Luca Poth, Silas Weller und erneut Marco Rehm und Lukas Baaser nicht zweimal bitten und versenkten die Kugel mit platzierten Würfen im Gehäuse des Gegners. Die DJK erhöhte ihren Vorsprung auf sechs Tore und ging mit einer verdienten 11:5-Führung in die Halbzeitpause.
„Ihr dürft jetzt nicht einschlafen“, forderte Monika Brendel von ihren Spielern in der Kabine. Und auch in der zweiten Spielhälfte boten die Mädchen und Jungs den 40 Zuschauern, überwiegend Eltern und Geschwister, ein faires und ansehnliches Spiel. Beide Mannschaften erarbeiten sich zahlreiche Torchancen, doch Eric Nicolas Engelhardt im Tor der HSG sowie Lars Christ, der Reichmann im DJK-Gehäuse abgelöst hatte, verhinderten einen Großteil der Würfe mit guten Reflexen. Die HSG-Sieben gestaltete das Spiel wieder offener, musste aber letztendlich die Überlegenheit der Büdesheimer anerkennen.
Dies war jedoch keineswegs ein Grund zur Traurigkeit: „Für uns ist das kein Weltuntergang. Man ärgert sich zwar schon ein bisschen, aber Spaß hat das Spiel trotzdem gemacht“, fanden Annika Bender und Nicolas Greiner. Auch ihr Betreuer Nico Eichholtz, der selbst in der ersten Herrenmannschaft bei der HSG Rhein-Nahe aktiv ist, konnte die Niederlage verschmerzen: „Es ist schön zu sehen, wie sich die Kinder von Spiel zu Spiel steigern und Fortschritte machen.“ Für ihn sei es wichtig, dass die Spieler lernen, „Handball zu verstehen“. „Vor allem am Anfang ist der Sport nicht einfach zu begreifen. Man muss lernen, auch ohne Ball in Bewegung zu bleiben“, erläuterte er.
Monika Brendel teilte die Ansichten ihres Gegenübers: „Manchmal beachten die Spieler noch nicht alle Regeln, aber das kommt mit der Zeit und ist nicht so schlimm.“ Froh war sie über den vierten Saisonsieg ihrer Mannschaft auf alle Fälle. „Aber als Trainerin ist man ja nie ganz zufrieden“, verriet sie mit einem Lachen.

