Auch Mathes und Hessert triumphieren bei DM
hs. RHEINHESSEN 14 Titel, zwei Silbermedaillen und sieben weitere Finalplätze haben die rheinhessischen Altstars von den in Düsseldorf ausgetragenen 6. Hallenmeisterschaften und 5. Winterwurfmeisterschaften des Deutschen Leichtathletik-Verbands mit nach Hause gebracht. Damit waren sie so erfolgreich wie nie zuvor. Bei dem "Doppelgipfel" trumpften auch einige Starter aus unserem Verbreitungsgebiet groß auf, allen voran Trudel Reismann (W 60). Die mehrfache Weltmeisterin von der TSG Heidesheim, seit Jahren das Aushängeschild des regionalen Senioren-Lagers, sicherte sich bei ihrem Hallen-DM-Debüt auf Anhieb die Titel über 60 m (9,42 Sekunden), im Weitsprung (4,06 m) und über 200 m (31,86). "Das hatte ich im Traum nicht erwartet", freute sich die vielseitige Heidesheimerin. Doch so richtig zufrieden war sie nur mit ihrer Zeit über 200 m. "Die war super. Aber auf den 60 m und im Weitsprung hatte ich bessere Ergebnisse erwartet." An den Hallen-Europameisterschaften in Helsinki (17. /18. März) will Reismann nicht teilnehmen: "Ich konzentriere mich nun ganz auf die Freiluftsaison mit den Senioren-Weltmeisterschaften im Spätsommer als besonderen Höhepunkt." Auch Karin Mathes vom TV Ockenheim war in Düsseldorf überaus erfolgreich. Sie gewann in der Altersklasse W 65 überraschend den Hochsprung (1,15 m). Im Speerwurf wurde sie mit 25,36 m Zweite der neben der Hallen-Arena ausgetragenen Winterwurfmeisterschaften. Ein guter vierter Platz im Weitsprung (3,23) und Rang acht im Kugelstoß (7,25) komplettierte ihre bisher beste DM-Serie. Helmut Hessert (M 60) vom LC Bingen trat einmal mehr in seiner Paradedisziplin, dem Speerwurf, ins Rampenlichte. Mit 45,11 m wiederholte er seinen Sieg von 2006. Zudem verbuchte der Winzer aus Horrweiler zwei sechste Plätzen im Dreisprung (8,60) und im Diskuswurf (10,94). Hesserts Trainingsgefährte, der für den VfL Bad Kreuznacher startende Münster-Sarmsheimer Gustav Stähle, sicherte sich im Hochsprung der Altersklasse M 70 nach einem dramatischen Duell mit Erich Strack vom TV Gosenbach den Meistertitel. Nachdem beide 1,38 m im ersten Versuch gemeistert und die 1,41 m dreimal gerissen hatten, musste ein Stichkampf die Entscheidung bringen. Im siebten Anlauf meisterte Stähle schließlich die 1,41. Er sicherte sich damit seinen achten DM-Titel im Hochsprung.

