Athlet des LC Bingen Winterwurf-Weltmeister/Karin Mathes siegt mit 4 x 200-Meter-Staffell
HS. BINGEN/CLERMONT-FERRAND Die 3. Senioren-Hallen- und Winterwurf-Weltmeisterschaften in Clermont-Ferrand (Frankreich) machten die Teilnehmer des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) zu einer großen Erfolgsgeschichte.
Für Karin Mathes war schon die Teilnahme an dem Oldie-Gipfeltreffen aller Kontinente in der Hauptstadt der Region Auvergne ein besonderer Höhepunkt in ihrer Leichtathletik-Laufbahn. Ihren Einstand in der WM-Serie nutzte die 65-jährige Allrounderin des TV Oppenheim zu einer außergewöhnlichen "Leistungsdemo" in sieben Teilen. Ihren atemberaubenden Erfolgsweg dort wusste sie am Schluss mit dem Gewinn der Staffel-Goldmedaille über 4 x 200 m im DLV-Team der W 65 zu krönen. Die Startläuferin des Erfolgs-Quartetts über Großbritannien war von dem "Traumerfolg" unendlich begeistert und verzieh dem Veranstalter gerne, dass bei der Siegerehrung die erzielte Zeit nicht genannt wurde und es keine Urkunden gegeben hat. "Das war schon ziemlich chaotisch. Aber ich war einfach so happy, dass mir die überreichte Medaille für den größten Erfolg meiner Laufbahn an dem Tag schon genügt hat", sagte uns die Weltmeisterin nach ihrer Rückkehr in die Heimat und fügte noch an, sie sei auch mit dem Erfolgskonto bei ihren weiteren Starts sehr zufrieden. Dort stand vorweg noch ein Silberplatz im Hochsprung (1,12 m), dann jeweils Rang vier über 200 m ( 39,17 Sekunden), im Speerwurf (18,58 m) und im Fünfkampf (3338 Punkte) sowie Platz fünf über 60 m Hürden (13,36 Sekunden) und schließlich noch der sechste Platz im Weitsprung (3,15 m). Helmut Hessert ist im Speerwurf schon seit vielen Jahren in der internationalen Masters-Erfolgsreihe eine feste Größe. Nachdem die 62-jährige "Legende" des LC Bingen 2006 noch in der Klasse M 55 den vierten Platz seiner Disziplin erobert hatte, wurde Hessert nun in Clermont-Ferrand in der Klasse M 60 überzeugend erstmals Winterwurf-Weltmeister. Der Sieger hatte in der Konkurrenz mit der Weite von 43,88 m den höher eingeschätzten Russen Alexander Bykov (42,58) sicher auf den zweiten Platz verwiesen.

